U-Boot aus Erstem Weltkrieg vor Schwedens Küste gefunden

28. Juli 2015, 15:11
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Russisches U-Boot war nach Einschätzung von Experten 1916 havariert

Stockholm – In schwedischen Gewässern haben Taucher das Wrack eines offenbar russischen U-Bootes gefunden. Bei dem vor der Ostküste Schwedens entdeckten U-Boot handelt es sich möglicherweise um ein Relikt aus dem Ersten Weltkrieg. Das U-Boot sei am 10. Mai 1916 bei einer Kollision mit einem schwedischen Schiff havariert, berichtete die Zeitung "Dagens Nyheter" am Dienstag unter Berufung auf Experten.

Dem "Dagens-Nyheter"-Bericht zufolge handelt es sich wahrscheinlich um ein 1904 in Wladiwostock gebautes U-Boot, das seit 1915 Teil der russischen Flotte in der Ostsee war. Alle 18 Besatzungsmitglieder seien bei dem Unfall vor 99 Jahren ums Leben gekommen. Seit einem Jahr sei bekannt gewesen, wo das Wrack auf dem Meeresboden liege.

Komplett intakter Rumpf

Taucher vom Ocean X Team hatten ihren Fund am Montag vermeldet. "Das U-Boot ist komplett intakt, hat keine sichtbaren Schäden am Schiffskörper und die Luken sind geschlossen", erklärte einer der Wracktaucher, Stefan Hogeborn. Das Ocean X Team kündigte einen weiteren Tauchgang an, um das Wrack genauer zu untersuchen.

Das schwedische Militär hatte zunächst zurückhaltend auf den Fund reagiert. Armeesprecher Anders Kallin sagte der Nachrichtenagentur AFP, bisher behaupte lediglich die Tauchmannschaft, dass es sich um ein U-Boot handle. Die Experten der Armee würden ihre Einschätzung in den "kommenden Tagen" präsentieren, wenn sie weitere Fotos der Taucher gesehen hätten. Die Armee wolle sich nicht an Spekulationen beteiligen.

2,8 Kilometer vor Küste

Die Taucher von Ocean X Team gaben den genauen Standort des Wracks des U-Bootes, das 20 Meter lang und 3,5 Meter breit sein soll, nicht bekannt. Nach Angaben der Zeitung "Expressen" soll es sich rund 2,8 Kilometer vor der schwedischen Ostküste befinden. (APA/red 28.7.2015)

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