Konflikt Spanien-Venezuela eskaliert: Botschafter einbestellt

27. Juli 2015, 20:53
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Madrid bestellte venezolanischen Botschafter ein – Grund sind die Äußerungen des venezuelanischen Präsidenten Maduro

Madrid/Caracas – Der seit Monaten anhaltende diplomatische Streit zwischen Spanien und Venezuela hat sich erneut verschärft. Die Regierung in Madrid bestellte den venezolanischen Botschafter am Montag wegen "unannehmbarer Beleidigungen" aus dem Munde des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten zum Rapport.

Man habe dem Botschafter "das Unbehagen und die Zurückweisung" Madrids übermittelt, teilte das Außenministerium mit.

Nach Medienberichten aus Spanien und Venezuela hatte der Linksnationalist Maduro den konservativen spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy am Samstag in Zusammenhang mit der Krise in Griechenland als einen "der Killer ("los sicarios") in Europa" bezeichnet. Madrid wies nun darauf hin, dass solche "respektlosen Behauptungen nicht im Geringsten zur Verbesserung der Beziehungen beitragen".

Die spanische Regierung hatte Botschafter Mario Isea Ende April erstmals einbestellt. Zuvor hatte Maduro die Forderung des spanischen Parlaments nach einer Haftentlassung von Oppositionsführern in Venezuela als "Aggression" durch "die korrupten und korrumpierten Eliten Spaniens" zurückgewiesen. Rajoy sei "ein Rassist", sagte Maduro damals. (APA, 27.7.2015)

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