Rätselhafte Gallertmasse vor türkischer Küste

Ansichtssache9. August 2015, 23:22
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screenshot: tanriover

Mysteriöse Gallertkugel im Mittelmeer

Was eine Gruppe von Tauchern am 9. Juli vor der türkischen Mittelmeerküste entdeckt hat, könnte auf den ersten Blick einem klassischen B-Movie entsprungen sein: In rund 22 Metern Tiefe tauchte im Schein ihrer Taschenlampen plötzlich eine riesenhafte Gallertmasse im Zwielicht auf, die frei im Wasser schwebte. Wie die Taucher rund um den Naturfilmer Lutfu Tanriover gegenüber "Deep Sea News" berichteten, hatte die mysteriöse Kugel einen Durchmesser von rund vier Metern, sie fühlte sich weich an und ließ bei näherer Untersuchung zahlreiche schwarze Pünktchen erkennen. Worum es sich bei dem Pkw-großen Blob handelte, war zunächst völlig unklar.

Erst der Weichtierexperte Michael Vecchione vom Smithsonian Museum of Natural History brachte Licht in die rätselhafte Angelegenheit: Der Wissenschafter vermutet, dass es sich um das Gelege eines fliegenden Kalmars der Spezies Ommastrephes bartramii handelt. Einige Tintenfischarten – darunter etwa auch der bekannte Humboldt-Kalmar vor der Pazifikküste Amerikas – verbinden ihr Gelege zu riesigen Eiblasen. Alleine die schiere Größe dieser Gebilde gewährt den Eiern Schutz vor Fressfeinden. Eine Begegnung mit einem solchen Ungetüm ist allerdings höchst selten – was die Beobachtungen der Taucher und ihre Filmaufnahmen vor der türkischen Küste umso bemerkenswerter macht.

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