Blaha brilliert als Achter vom 1-Meter-Brett

27. Juli 2015, 18:48
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Wiener tankt bei Schwimm-WM in Kasan Selbstvertrauen für seine stärkste Disziplin

Kasan – Der Wiener Constantin Blaha hat am Montag sein persönliches Triple an einstelligen Platzierungen in WM-Bewerben der Wasserspringer komplettiert. Der 27-Jährige belegte bei den Titelkämpfen in Kasan im 1-m-Finale Rang acht, bei der Barcelona-WM 2013 war er in dieser Konkurrenz Fünfter und im 3-m-Bewerb Achter geworden. Damit geht "Coco" am Donnerstag mit viel Selbstvertrauen in den 3-m-Vorkampf.

"Ich habe sechs gute Sprünge abgeliefert und keinen wirklichen Fehler begangen. Das war eine gute Einstimmung für die 3 Meter", erklärte Blaha nach der 1-m-Entscheidung. Mit 404,40 Punkten sammelte er rund sieben Punkte weniger als vor zwei Jahren im Barcelona-Finale, auf Bronze fehlten 23,90 Zähler. Gold ging an den Chinesen Xie Siyi (485.50) vor dem Ukrainer Ilja Kwascha (449,05) und dem US-Ass Mike Hixon (428,30).

Rio im Blick

Ein vierter WM-Finaleinzug in Folge würde für Blaha am Donnerstag vom 3-m-Brett gleichzeitig die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro bedeuten. Dafür hat der Athlet der Schwimmunion Wien aber nicht nur den stundenlangen und damit kräfteraubenden Vorkampf (9.00 Uhr MESZ) zu überstehen, sondern muss auch unmittelbar danach (14.00) im Semifinale der Top 18 unter die besten zwölf Aktiven kommen.

Zum zweiten Mal knapp am 12er-Finale vorbei schrammte Synchronschwimmerin Nadine Brandl. Nach Platz 14 am Samstag in der technischen Solo-Kür wurde sie in der freien Kür Vorkampf-13. Rund ein dreiviertel Zähler fehlte ihr auf die Zwölfte. "Das ist schon sehr ärgerlich", sagte die 25-Jährige. "Aber diesmal kann ich damit besser umgehen als am Samstag, weil ich besser geschwommen bin."

Ungewisse Zukunft

Als erste Reserve wird Brandl am Mittwoch (16.30) als Final-Vorschwimmerin fungieren. "Das Ganze ist mehr oder weniger eine Pflichtübung." Es wird der letzte WM-Auftritt in der Karriere Brandls. "Wie es nach der WM mit meiner Karriere weitergeht, habe ich noch nicht entschieden. Da ich aber seit Jahren 2016 als Karriereende ins Auge gefasst habe, kann ich zumindest mit Sicherheit sagen, dass dies meine letzte WM ist."

Enttäuschend verlief der 10-km-Bewerb der Freischwimmer für Matthias Schweinzer. Mit dem Ziel eines Top-10-Platzes bzw. der Olympia-Qualifikation ins Rennen gegangen, wurde er im 70-köpfigen Feld nur 38. Der Rückstand nach 1:52:57,5 Stunden auf US-Sieger Jordan Wilimovsky betrug 3:09,3 Minuten, Platz zehn war 2:34,4 Minuten entfernt.

"Ich hatte mir viel mehr erwartet, aber die Dichte des Feldes war unglaublich", erläuterte Schweinzer. "Da sind auch Europameister und Weltcupsieger nicht unter die ersten Zehn gekommen." Dem Grazer mit internationalem Trainingsstützpunkt in Magdeburg bleibt nun noch eine Chance auf das Olympia-Ticket. Am 12. Juni 2016 werden in Setubal in Portugal die restlichen Rio-Plätze vergeben. (APA, 27.7.2015)

  • Constantin Blaha wuchtet seinen muskulösen Körper ins Blaue.
    foto: apa/xhemaj

    Constantin Blaha wuchtet seinen muskulösen Körper ins Blaue.

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