AT&S – Analysten erwarten Gewinnsprung dank starkem Mobilgeschäft

27. Juli 2015, 14:50
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Experten rechnen mit verdoppeltem Nettogewinn – Mobilgeschäft und starker Dollar-Kurs einheitlich als Gewinntreiber

Für die am heutigen Montag nach Börsenschluss anstehende Veröffentlichung der Quartalszahlen des Leiterplattenherstellers AT&S erwarten Analysten einen massiven Gewinnsprung.

Der Nettogewinn dürfte sich in den letzten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahr auf 17,0 Millionen Euro mehr als verdoppelt haben, erwarten die Experten der Raiffeisen Centrobank (RCB) und von Kepler-Cheuvreux. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 7,6 Mio. Euro.

Umsatzsteigerung von 141,3 Millionen Euro

Die Umsatzsteigerung von 141,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf die 182,5 Millionen Euro (plus 29 Prozent) wird in erster Linie auf ein starkes Mobilgeschäft zurückgeführt: Die neue Generation von Smartphones erfordere komplexere Leiterplatten, die zu einem höheren Preis abgesetzt werden können, schreibt Analyst Daniel Damaska von der RCB. Die hohe Nachfrage nach Smartphones wie dem iPhone 6 hätte so auch die Umsätze von AT&S im ersten Quartal in die Höhe getrieben.

Unterstützend wirke, schreibt Stefan Trubrich von Kepler Cheuvrex, der starke Dollar-Kurs: AT&S generiere mehr als die Hälfte seiner Umsätze in US-Dollar, vor allem beträfe dies den umsatzstarken Mobile-Sektor. Die Entwicklung der Devisenkurse wird damit als weiterer, wesentlicher Faktor für das erwartete Erlöswachstum im ersten Quartal begriffen.

Ein weiter verbesserter Produkt-Mix sowie eine höhere Kapazitätsauslastung – insbesondere im Mobilgeschäft – begünstige die positive Margenentwicklung: Im Schnitt erwarten die Analysten eine Steigerung des EBIT um 59 Prozent auf 21,2 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte AT&S ein EBIT von 13,3 Millionen Euro bilanziert.

Profitabilität

Im Ausblick auf die kommenden Quartale gehen die Analysten aber nicht davon aus, dass "die momentane Profitabilität auf das restliche Jahr extrapoliert werden könne", wie Stefan Trubrich schreibt. Die Kosten für die Erweiterung des Werkes in Chongqing auf die Produktion von IC-Substraten würden im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres schlagend.

RCB-Analyst Daniel Damaska nennt in seinem Ausblick zudem den Konkurrenzdruck aus Japan, wo der niedrige Yen-Kurs Mitbewerbern wie Ibiden oder Shinko einen Wettbewerbsvorteil verschaffen könne. Hinzu kommen laut dem Experten Saisonalitätseffekte im Mobilgeschäft, denn die Nachfrage nach Smartphones sei nicht anhaltend derart hoch zu erwarten. (APA, 27.7. 2015)

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