US-Rapper: Auftritt per Hologramm, um Haftbefehl zu entgehen

27. Juli 2015, 14:05
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Polizei verbot den Gig allerdings – "Chief Keef" wegen fehlender Unterhaltszahlungen gesucht

Ein US-amerikanischer Rapper namens "Chief Keef" wollte die US-Behörden mit technologischen Neuerungen austricksen: Um seinen Auftritt bei einem Benefiz-Konzert wahrnehmen zu können, ohne festgenommen zu werden, setzte der Musiker auf Hologramme, die seine Performance live für das Publikum übertragen würden. Doch die Polizei schob dem Auftritt trotzdem einen Riegel vor, da sie Unruhen befürchtete.

Gefängnisaufenthalte

Chief Keef wird wegen unterlassenen Unterhaltszahlungen in zwei Fällen behördlich gesucht. Der heute 19-jährige Rapper hat bereits Zeit im Gefängnis verbracht, weil er einen Polizisten mit einer Pistole bedroht hatte. Auch in seinen Texten habe der Musiker Gewalt gegen Behörden verherrlicht, so die Behörden laut New York Times. Deshalb habe Emmanuel Rahm, der Bürgermeister von Chicago, sämtliche Auftritte untersagt. Das gelte auch für Hologramme. Bereits vergangenes Wochenende wollte Chief Keef virtuell in Chicago auftreten.

Die Technologie war bislang vor allem bei Konzerten verstorbener Musiker eingesetzt worden. So waren der Rapper 2Pac oder Michael Jackson virtuell wieder zum Leben erweckt worden. (fsc, 27.7.2015)

  • Chief Keef wollte den Behörden ein Schnippchen schlagen
    foto: ap/dapd

    Chief Keef wollte den Behörden ein Schnippchen schlagen

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