Personalnot: AUA streicht zahlreiche Flüge

27. Juli 2015, 06:43
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27 Ausfälle wegen Krankmeldungen – AUA-Sprecher Hödl: Auch Ausfälle in kommender Woche möglich

Schwechat – Die Personalnot bei den Austria Airlines (AUA) hält an: Am Wochenende mussten wieder 27 Flüge gestrichen werden, weil sich viele Piloten krankgemeldet hatten, wie wien.orf.at Montagfrüh berichtete. Die Probleme sollen aber schnell behoben werden, heißt es demnach seitens der AUA.

Weil sich auch für heute Montag weitere Engpässe abzeichnete, strich die Airline vorweg 14 von 364 geplanten Flügen: Je einen Hin- und Rückflug nach Brüssel, Nizza, Bukarest, Amsterdam und Klagenfurt sowie Varna und Baku. Weiterhin sind also zu wenig Piloten im Dienst.

Nach Angaben der Austrian Airlines werden die von den Flugabsagen betroffenen Passagiere telefonisch oder via E-Mail benachrichtigt und auf Ersatzmaschinen umgebucht. Das wird auch den Rest der Woche so sein, "so lange wir diesen Engpass haben", sagte AUA-Sprecher Peter Thier.

Elf Flüge der Austrian Airlines von oder nach Wien mussten bereits am Samstag gestrichen werden, am Sonntag wurden 16 Flüge gecancelled. Erst in der vorigen Woche war es ebenfalls zu vermehrten Flugstreichungen gekommen. "Bei den Piloten der Fokker- und Dash-Maschinen gibt es vermehrt Krankenstände", sagte Sprecher Peter Hödl gegenüber dem ORF Wien. "Es ist nur die Kurz- und Mittelstrecke betroffen, keine Langstreckenflüge."

Langfristig neue Piloten

Laut Hödl könnten kurzfristig Flugzeuge samt Besatzung angemietet werden und im Management tätige Piloten einspringen. Zudem könnte das "ehrgeizige Sommerprogramm" angepasst werden. Viele Piloten würden sich zudem bei Fortbildungen befinden.

Bei den zahlreichen Krankmeldungen soll es sich laut Bordbetriebsrat Karl Minhard um keine konzertierte Aktion der Piloten handeln, wie wien.orf.at berichtete. Minhard hatte gegenüber der Tageszeitung "Oberösterreichische Nachrichten" allerdings auf permanente Personalengpässe bei der Fluglinie verwiesen: "Die Planung ist problematisch, wir haben einfach zu wenig Personal."

Neuanstellungen von Piloten könnten die jetzigen Engpässe in den Cockpits zwar nicht lösen, sagte AUA-Sprecher Hödl. Langfristig sollen jedoch neue Piloten angestellt werden. (APA, 27.7.2015)

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