"Economist"-Verkauf könnte Pearson weitere 565 Millionen bringen

26. Juli 2015, 13:41
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Berichtet die gerade verkaufte "Financial Times" – "Economist"-Gesellschafter dürften kaufen

London – Der Medien-Abverkauf beim britischen Informationskonzern Pearson geht nach den 1,2 Milliarden Euro für die "Financial Times" munter weiter: Nun verhandelt Pearson, derStandard.at berichtete, über einen Verkauf der 50 Prozent am Medienhaus des erfolgreichen Wirtschaftsmagazins "Economist". Der dürfte wieder mehr als eine halbe Milliarde Euro einbringen.

Pearson löst seine 50 Prozent am "Economist" wie berichtet aus der FT Group, bevor sie an den japanischen Wirtschaftsmedienkonzern Nikkei geht.

Nun berichtete die "Financial Times" am Wochenende über Verkaufspläne auch für das Wirtschaftsmagazin. Die übrigen 50 Prozent gehören Familien mit klingenden Namen – etwa Rothschild, Agnelli (Fiat) und Cadbury (Gründer der britischen Konsumgüter-Marke) – sowie früheren und aktuellen Mitarbeitern des "Economist".

Sie müssten ohnehin einem Verkauf der Pearson-Beteiligung wegen Vorkaufsrechten zustimmen, nun versuchen die bestehenden Eigentümer offenbar erst einmal selbst, die Anteile zu übernehmen. Die "FT" schätzt den Wert des halben "Economist" auf 400 Millionen Pfund, grob 565 Millionen Euro.

Der Verkauf des Wirtschaftsmagazins soll noch im Sommer abgewickelt sein. Nun spekulieren Medien, Pearson könnte auch seine 47 Prozent am Buchriesen Penguin Random House (53 Prozent hält Bertelsmann) abstoßen wollen. Pearson will sich wie berichtet ganz auf Bildungsmedien und Bildungsangebote konzentrieren, der Londoner Konzern gilt hier als Weltmarktführer. (red, 26.7.2015)

  • Das aktuelle Cover des hoch profitablen britischen Wochenmagazins.
    foto: economist screenshot

    Das aktuelle Cover des hoch profitablen britischen Wochenmagazins.

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