"Kicklback": Online-Spiel nimmt FPÖ-Affäre aufs Korn

26. Juli 2015, 12:24
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Spieler muss als HC Strache von Herbert Kickl herabgeworfenes Geld einfangen

Die FPÖ befindet sich aktuell politisch im Höhenflug. In der Steiermark konnte sie bei der vergangenen Landtagswahl deutliche Zuwächse verzeichnen, im Burgenland ist sie mittlerweile Teil der Landesregierung. Für die anstehenden Urnengänge in Wien und Oberösterreich prognostizieren die Meinungsforscher ebenfalls deutliche Gewinne.

Verdacht auf illegale Parteienfinanzierung

Recht, Ordnung und Ehrlichkeit sind Werte, die die Partei gerne für sich vereinnahmt. Ein Image, dass aber durch in der Vergangenheit immer wieder durch unterschiedliche Vorfälle in Frage gestellt wurde. Anfang Juli berichtete nun der "Falter" davon, dass FP-Generalsekretär Herbert Kickl über eine Werbeangentur und sogenannte "Kickback"-Zahlungen an Vorgängen zur illegalen Parteienfinanzierung beteiligt gewesen sein könnte. Die Staatsanwaltschaft hat dazu nun weiter Erhebungen aufgenommen, die FPÖ weist die Anschuldigungen scharf zurück.

foto: screenshot

Kicklback

Die Macher des Browserspiels "Kicklback" haben in der Angelegenheit ihr Urteil jedenfalls schon gefällt. In diesem Spiel sitzt Kickl auf einem Baum in der "Reimeschmiede" und wirft mit Geld. In Person von HC Strache muss der Spieler dieses einfangen, um insgesamt 70.000 Euro – im Rahmen der Affäre soll einmal ein Koffer mit entsprechendem Bargeldinhalt übergeben worden sein – zu sammeln. Danach kann der Geldreigen entweder fortgesetzt, oder das virtuelle Abbild des FP-Chefs auf Ibiza-Urlaub geschickt werden.

Das Game hat in Windeseile hohe Bekanntheit erlangt und wird unter österreichischen Nutzern eifrig auf Twitter, Facebook und Co. Geteilt. Die FPÖ hat sich zu dem Spiel, dessen Ersteller unbekannt sind, noch nicht geäußert. (gpi, 26.07.2015)

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