Facebook: Hetze in Ordnung, halbnackter Mann Regelverstoß

25. Juli 2015, 10:49
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Erneut sorgen die Regelbestimmungen des sozialen Netzwerks für Aufsehen

Facebook Gemeinschaftsstandards regeln welche Inhalte auf der sozialen Plattform erwünscht sind und welche nicht. In der Vergangenheit zeigte Facebook hierbei öfters ein etwas eigenwilliges Vorgehen: So werden nichtpornografische Nacktaufnahmen nach kürzester Zeit entfernt, während Gewaltvideos online verbleiben und verbreitet werden. Auf Twitter verbreiten sich aktuell mehrere Screenshots des Nutzers @unixtippsse, die Facebooks bizarre Regeln erneut veranschaulichen.

Der Facebook-Eintrag und das entfernte Foto.

Aufruf zur Gewalt kein Verstoß

So meldete Martin Schmitt ein Hass-Posting, bei dem ein Facebook-Nutzer zu Gewalt-Aktionen gegen Juden und Muslime aufruft. Der Eintrag endet mit den Worten "…wir müssen die Maden auslöschen!". Zuvor wird geraten sich ein Gewehr oder eine andere Waffe zu besorgen. Facebook reagierte auf den Eintrag und stellte in einer Antwort an Schmitt fest, dass das gemeldete Posting nicht gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen würde.

Halbnackter Mann mit Frau nicht in Ordnung

Am nächsten Tag ging Schmitt bei einem Foto, das eine Frau auf einem halbnackten Mann zeigt, gleich vor. Nachdem das Bild gemeldet wurde, wurde Schmitt von Facebook benachrichtigt, dass das Foto entfernt wurde, da es gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen hätte. Natürlich ist es möglich, dass bei einem derart großen Nutzeraufkommen Fehler passieren – allerdings häuften sich in der Vergangenheit bereits ähnliche Vorfälle.

Kein rechtsfreier Raum

Auch wenn Facebook nicht durchgreift, ein gänzlich rechtsfreier Raum für allerlei Aufrufe und Aussagen ist die soziale Plattform absolut nicht. In der Vergangenheit wurden mehrere Nutzer bereits ausgeforscht und verurteilt. Erst gestern wurde bekannt, dass ein 17-jähriger Lehrling aufgrund eines Gewaltaufrufes auf Facebook seine Lehrstelle bei Porsche verloren hatte. (dk, 25.07.2015)

  • Facebooks eigenwillige Regeln sorgen für Aufregung.
    foto: reuters/ruvic

    Facebooks eigenwillige Regeln sorgen für Aufregung.

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