Welche Gerüche wecken bei Ihnen vergessene Erinnerungen?

6. August 2015, 05:30
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Der Macht der Gerüche kann sich niemand entziehen. Einmal gespeichert, prägen sich manche Düfte für immer tief ins Gedächtnis

"Der Mensch riecht Riechbares nicht, ohne ein Gefühl des Unangenehmen oder Lustvollen zu empfinden", schrieb der griechische Philosoph Aristoteles.

Frisch gemähter Rasen, das Parfum der ersten Freundin oder Omas frischer Apfelstrudel – Gerüche rufen unweigerlich Erinnerungen an Menschen, Orte und manchmal auch an fast vergessen geglaubte Zeiten hervor. Gute, aber eben auch unangenehme Gerüche bleiben im Gedächtnis.

Evolutionär sinnvoll

Der Geruchssinn wird häufig als niederer Sinn beschrieben, auf ihn würden Menschen vielleicht eher verzichten als auf ihr Seh- oder Hörvermögen. Dabei prägen sich Gerüche viel stärker ein. Der Geruchssinn war auch evolutionär sinnvoll, verdorbenes Essen stinkt und hat so schon frühere Generationen vor unangenehmen Krankheiten bewahrt. Auch als Gefahrenhinweis ist der Geruchssinn nicht zu unterschätzen – Feuer oder Gasaustritt beispielsweise sieht man später, als man sie riecht.

Fest steht aber: Gerüche bleiben hängen, während visuelle Erinnerungen über die Jahre oft verblassen. Der Geruchssinn kann im Gegensatz zu anderen Sinnen nicht abgestellt werden. Er ruft unweigerlich Erinnerungen und Assoziationen hervor, ganz besonders jene der Kindheit.

Können Sie sich erinnern?

Welcher Duft versetzt Sie spontan in die Vergangenheit zurück, und was verbinden Sie damit? Was ist der Duft Ihrer Kindheit, und welche Geschichte verbinden Sie damit? (ste, 6.8.2015)

  • Frischer Apfelstrudel – ein Geruch Ihrer Kindheit?
    foto: steinmaurer

    Frischer Apfelstrudel – ein Geruch Ihrer Kindheit?

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