Vergleich im Plagiatsstreit um Urs Mannhart

23. Juli 2015, 15:41
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"Bergsteigen im Flachland"-Streit: Überraschende Kehrtwende in Urheberrechtsstreit zwischen österreichischem Reporter Thomas Brunnsteiner und Schweizer Autor

Zürich/Wien – Eigentlich wollte der österreichische Reporter Thomas Brunnsteiner 25 Prozent der Einnahmen von Urs Mannharts Buch "Bergsteigen im Flachland". Nun hat er überraschend eingewilligt, dem Autor, von dem er sich plagiiert fühlte, 20.000 Franken (rund 19.000 Euro) Schadenersatz zu zahlen.

Kläger und Beklagter trafen sich am Mittwoch erstmals persönlich im Zürcher Handelsgericht; Mannharts Anwalt Willi Egloff bestätigte am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda einen entsprechenden Bericht der "Berner Zeitung".

Richter: Keine Urheberrechtsverletzung

Die beiden Richter und die Gerichtsschreiberin, allesamt bewandert in Urheberrecht, hätten von Anfang an klargestellt, dass keine Urheberrechtsverletzung vorliege.

Sein Buch nehme "in erlaubter Weise Bezug auf den Reportageband. Darauf habe sich der Kläger Brunnsteiner entschlossen, Schadenersatz zu zahlen. Außerdem darf Mannharts Buch, das seit Eröffnung des Verfahrens im Herbst 2014 nicht mehr verkauft und beworben werden durfte, ab sofort wieder in den Handel.

Wirklicher Schaden nicht zu beziffern

Wie hoch der Schaden wirklich ist, der Mannhart und seinem Verlag Secession durch die Sperre entstanden ist, sei nicht zu beziffern, so Egloff. Das Buch sei auf der Longlist für den Schweizer Buchpreis gestanden, was verkaufsfördernd hätte wirken können. Nachdem es aus dem Wettbewerb fiel, kann es jetzt nicht wieder dort angemeldet werden.

Die Summe von 20.000 Franken habe sich weniger nach dem wirklichen Schaden als nach den finanziellen Möglichkeiten Brunnsteiners gerichtet. (APA, 23.7.2015)

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