Michael Gregoritsch wird ein Hamburger

23. Juli 2015, 15:32
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Offensivspieler unterschreibt einen Vierjahresvertrag und ist bereits im Trainingslager des HSV

Hamburg – Der wochenlange Transferpoker um Michael Gregoritsch zwischen dem deutschen Zweitligisten VfL Bochum und dem Hamburger SV ist zu Ende gegangen. Der ÖFB-U21-Teamstürmer wechselte für eine kolportierte Ablöse von drei Millionen Euro zum HSV, wo er einen Vierjahresvertrag unterschrieb.

Gregoritsch trainierte bereits Donnerstagnachmittag mit seinem neuen Team im Trainingslager in Harsewinkel. Zuvor hatte sich der Steirer zum Medizincheck eingefunden. Mehr als drei Wochen hatten der HSV und Bochum um eine Einigung gerungen. Die Bochumer hatten Gregoritsch erst Ende April fix von Hoffenheim verpflichtet, in der abgelaufenen Saison hatte er als Leihspieler in 25 Ligaeinsätzen sieben Tore erzielt.

Hoffenheim, Hamburg, Bochum, Hamburg

Der Linksaußen soll beim HSV die Offensive beleben. In der vergangenen Saison erzielten die Angreifer Pierre-Michel Lasogga, Ivica Olic und Artjoms Rudnevs nur sieben Tore für die dem Abstieg gerade noch entronnenen Hanseaten. In Hamburg stand Gregoritsch bereits beim Stadtrivalen unter Vertrag. Vor zwei Jahren spielte der Sohn von U21-Teamchef Werner Gregoritsch für Zweitligist St. Pauli.

Nach Hoffenheim war der 1,93 Meter große Offensivspieler im Sommer 2012 vom Kapfenberger SV aus gewechselt. Für Aufsehen im Trikot der Obersteirer hatte er im April 2010 gesorgt, als er bei seinem Debüt sogleich traf und mit 15 Jahren und 361 Tagen seither der jüngste Torschütze in der Geschichte der österreichischen Bundesliga ist.

Mit dem HSV ist Gregoritsch laut eigenen Angaben schon vor den Relegationsspielen gegen Karlsruhe in Kontakt gestanden. "Da war von meiner Seite eigentlich schon klar, dass es ich machen möchte", wurde der Steirer auf der Vereinswebsite zitiert. In der Bundesliga wolle er sich nun weiterentwickeln. "Wichtig ist erst einmal, dass ich mich an das Klima in der Bundesliga gewöhne. Das Tempo ist ja schon ein bisschen anders als in der zweiten Liga."

"Polyvalenter Offensivspieler"

Beim von Bruno Labbadia trainierten HSV schätzt man offenbar Gregoritschs Vielseitigkeit. "Michael ist ein polyvalenter Offensivspieler. Wir sehen bei ihm das notwendige Potenzial, um unsere Offensive zu verstärken", sagte Sportchef Peter Knäbel. Neben Gregoritsch stand auch der Hoffenheimer Mittelstürmer Sven Schipplock vor der Vertragsunterschrift bei den Hamburgern.

Beim HSV ist Gregoritsch nicht der erste Österreicher. Vor ihm waren schon Norbert Hof (1969–70), Hans "Buffy" Ettmayr (1975–1977), Markus Schopp (1996–1998), Michael Baur (2002–2003), Richard Kitzbichler (2003) und zuletzt Paul Scharner (2012/13) im Einsatz. Als Trainer arbeiteten Ernst Happel (1981–1987) und Kurt Jara (2001–2003) für die Hamburger. (APA 23.7.2015)

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