Regierung gab 2,7 Millionen Euro für Repräsentation aus

23. Juli 2015, 14:00
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Team Stronach kritisiert "mangelnden Sparwillen der Regierungsvertreter" – Kurz ist Ausgabenkaiser

Wien – Die Bundesregierung hat im Jahr 2014 insgesamt knapp 2,7 Mio. Euro für Repräsentation ausgegeben. Das geht aus der Beantwortung einer Anfrageserie des Team Stronach hervor. Abgeordnete Martina Schenk kritisierte den mangelnden Sparwillen der Regierungsvertreter.

Verteidigungsministerium nannte keine Details

Die höchsten Repräsentationsausgaben hat das Außenministerium mit knapp 498.000 Euro zu verzeichnen. Im Landwirtschaftsministerium wurden für diesen Budgetposten rund 369.000 Euro ausgegeben. Etwa 333.000 Euro waren es im Vorjahr im Infrastrukturministerium und 300.000 Euro im Finanzministerium. Bei Kanzleramtsminister Josef Ostermayer beliefen sich die Repräsentationsausgaben auf rund 284.000 Euro und bei Bundeskanzler Werner Faymann (beide SPÖ) auf 170.000 Euro. Die geringste Summe wurde im Gesundheitsministerium benötigt, wo es lediglich 6.800 Euro waren. Das Verteidigungsressort nannte keine Details.

Sparsames Familienministerium

Die Kosten für Lebensmittel und Getränke etwa bei Veranstaltungen wurden extra angeführt, wobei das Justiz- sowie das Innenministerium hier auch die Verpflegung etwa in Justizanstalten angab und somit auf einen sehr hohen Betrag kam – das Justizressort etwa auf insgesamt 9,7 Millionen Euro. Abgesehen davon belief sich der Betrag etwa im Finanzministerium auf 203.000 Euro. Im Wirtschaftsministerium wurden knapp 74.000 Euro für Lebensmittel und Getränke ausgegeben und im Infrastrukturministerium 73.000 Euro. Im Familienministerium hingegen waren es nur 8.500 Euro.

"Sparen sieht anders aus", meinte Team Stronach-Mandatarin Schenk zu den in den Beantwortungen genannten Summen. (APA, 23.7.2015)

  • Außenminister Sebastian Kurz im Rahmen eines Arbeitsbesuches bei der NASA-Zentrale in Kalifornien. Sein Ministerium verzeichnete die höchsten  Repräsentationsausgaben.
    foto: apa/dragan tatic

    Außenminister Sebastian Kurz im Rahmen eines Arbeitsbesuches bei der NASA-Zentrale in Kalifornien. Sein Ministerium verzeichnete die höchsten Repräsentationsausgaben.

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