RCB senkt Kursziel für Telekom Austria von 7,1 auf 7,0 Euro

23. Juli 2015, 12:55
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Empfehlung wird bei "Hold" belassen

Die Wertpapierexperten von der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben aufgrund steigender Konkurrenz im österreichischen Mobilfunkmarkt und der von der EU angekündigten Abschaffung der Roaming-Gebühren das Kursziel der Aktie von Telekom Austria von 7,1 auf 7,0 Euro leicht reduziert. Das Anlagevotum liegt unverändert bei "Hold".

Dabei berücksichtigen die Analysten einerseits die als positiv aufgenommenen Quartalszahlen aus dem zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres, andererseits aber auch Risiken, die sich durch neue Mitbewerber und regulatorische Veränderungen am Markt ergeben können.

Die RCB-Experten würdigen neben dem unerwartet hohen Quartalsgewinn von 72 Millionen Euro die Bemühungen der Telekom Austria, das Verhältnis von Nettoverbindlichkeiten zum EBITDA zu senken. Durch Einsparungen und Zusammenlegungen im Südosteuropageschäft konnte die Kostenbasis in den letzten beiden Jahren reduziert werden.

Verglichen mit Mitbewerbern sei die Aktie zum momentanen Kurs auch attraktiv bewertet: Das für 2015 geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,1 liege deutlich unter dem ermittelten Branchenmedian von 18,2.

Diese Mitbewerber können für die Experten der RCB in naher Zukunft aber wieder zum Problem entwickeln: In den letzten Jahren hätte sich der Markt konsolidiert, der Zusammenschluss von Drei und Orange habe Raum für die Etablierung höherer Preise gegeben. Durch das Aufkommen von Mobilfunkdiscountern wie Hofer Telekom (HoT) oder Spusu und den angekündigten Eintritt von eety, einer Kooperation aus Drei und Lidl, werde sich die Situation am Markt verschärfen.

Am Mittwoch hatten die EU-Staaten gemeinsam mit dem Europaparlament zudem die Abschaffung der Roaming-Gebühren für Auslandstelefonate am Handy verabschiedet. Dieses Gesetz, das Mitte 2017 in Kraft treten soll, betrachten die Analysten für die Erlössituation der Telekommunikationsunternehmen als "nicht gerade hilfreich".

Beim Gewinn je Aktie erwarten die RCB-Analysten nun 0,47 Euro (plus 0,07 Euro verglichen mit der April-Analyse der RCB) für 2015, sowie 0,44 (plus 0,03) bzw. 0,48 (plus 0,02) Euro für die beiden Folgejahre. Ihre unveränderte Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf 0,05 Euro für 2015, sowie 0,10 bzw. 0,15 Euro für 2016 bzw. 2017.

Am Donnerstagvormittag tendierten die Papiere der Telekom Austria an der Wiener Börse um 0,18 Prozent fester bei 6,24 Euro. (APA, 23.7. 2015)

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