60 Jahre Fernsehen: Wie sich der ORF feiert

Ansichtssache24. Juli 2015, 07:00
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Wien – Am Montag geht es los, fürs Erste im jüngsten ORF-Spartenkanal: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk beginnt mit einem Themenabend (von drei), 60 Jahre Fernsehen in Österreich zu feiern – und damit vor allem sich selbst. Ein guter Zeitpunkt, die Leistungen des ORF herauszustreichen – wenn kommendes Jahr die nächste ORF-Führung gewählt wird.

Am 1. August 1955 startet das erste Fernseh-Versuchsprogramm in Österreich mit regelmäßigen Ausstrahlungen. Die 60 Jahre seither feiert der ORF nun mit mehreren Hauptabendshows und einem großen, trimedialen Programmschwerpunkt im Herbst.

ORF 3 beginnt schon kommenden Montag: Der Dreiteiler "60 Jahre Fernsehen" läuft zu Wochenbeginn um 20.15 Uhr. Die Harald-Sicheritz-Serie "11er-Haus" zur Fernsehgeschichte, produziert für 50 Jahre Fernsehen, kommt im Anschluss als Wiederholung.

"Sternstunden des österreichischen Fernsehens" verspricht der ORF in dem Dreiteiler auf ORF 3 – hier ein (zeitlich wie sachlich ungeordneter) Überblick in Bildern:

foto: orf

Eine sehr österreichische Fernseh-Sternstunde – übrigens nicht im Dreiteiler auf ORF 3: Karl Merkatz (Edmund "Mundl" Sackbauer), Ingrid Burkhard (Toni Sackbauer) aus "Ein echter Wiener geht nicht unter" aus dem Jahr 1979.

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foto: orf/vaughan video kg

ORF-Kamera 1955: Ein Kameramann unter Beobachtung des damaligen Verkehrsministers Karl Waldbrunner.

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foto: orf

Das erste Logo des ORF, der damals noch ganz unabgekürzt Österreichischer Rundfunk hieß.

Das noch heute geläufige ORF-Auge zeichnete erst viel später Erich Sokol für General Gerd Bacher – unverkennbar inspiriert von CBS.

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foto: orf

So fesch waren die ersten "ZiB"-Moderatoren: "Zeit im Bild"-Fernsehsprecher Hans Lazarowitsch, er kam übrigens am 1. August 1957 zum ersten Mal in der Rolle auf den Schirm.

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So sah das Logo der "Zeit im Bild" aus – den Namen erfand übrigens, einst nur als Provisorium, ein gewisser ...

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foto: orf/vaughan video kg

... Thaddäus Podgorski, Reporter, dann Chefreporter, Sportchef und schließlich Generalintendant des ORF. Er darf in der Doku über 60 Jahre Fernsehen nicht fehlen – auch wenn er das Fernsehen insgesamt für "absolut ausgereizt" hält, ja für ein "intellektuelles Hartz IV".

In dem Dreiteiler zudem am Wort: Vera Russwurm, Herbert Fechter, Barbara Stöckl, Peter Weck, Lukas Resetarits, Dagmar Koller, Otto Schenk, der frühere ORF-Rechtschef und spätere RTL-Gründer Helmut Thoma, die amtierende Fernsehdirektorin Kathrin Zechner und ORF-Chef Alexander Wrabetz.

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foto: orf/vaughan video kg

Helmut Zilk und seine legendären "Stadtgespräche" jenseits des Eisernen Vorhangs dürfen in "Sternstunden des österreichischen Fernsehens" nicht fehlen.

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foto: orf/andreas friess

Fernsehtalk, ein paar Jahrzehnte später, und doch etwas anders: Hermes Phettbergs "Nette Leit Show". Phettbergs Talk fand schließlich nicht in den ORF-3-Dreiteiler.

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foto: orf

Kabarettlegenden: Karl Farkas (links) und Ernst Waldbrunn in einer Doppelconference.

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"Seien Sie doch nicht so gouvernantenhaft": Große Worte Bruno Kreiskys (SPÖ) zu Josef Taus (ÖVP) – hier die Wahldebatte 1975, moderiert von Hans Benedict (links).

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Als man in der Samstagabendshow noch Krawatte trug: Hans-Joachim Kulenkampff in "Einer wird gewinnen".

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Für den ORF auch irgendwie legendär: "Hotel Sacher, Portier".

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"Kottan ermittelt" darf nicht fehlen.

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foto: orf/pressebildarchiv

Hugo Portisch, 1969 – "Apollo 11" im ORF: TV-Liveübertragung der Mondlandung mit Portisch im ORF-Sonderstudio am 20. Juli 1969.

Das kann aber noch nicht alles gewesen sein. Wir finden sicher noch die eine oder andere Sternstunde in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten des feiernden Fernsehens. (red, 24.7.2015)

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