Nach Wiens heißester Nacht folgt die Abkühlung

23. Juli 2015, 12:10
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25,3 Grad wurden in der Nacht auf Donnerstag auf der Hohen Warte gemessen – so viel wie noch nie seit Messbeginn. Nun kommen Gewitter

Wien – In diesem Juli jagt ein Rekord den nächsten, in Wien sind die Temperaturen in der Nacht auf Donnerstag nicht unter 26,9 Grad in der Wiener Innenstadt und 25,3 Grad auf der Hohen Warte gesunken. Damit war es die wärmste Nacht seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1872. In den kommenden Tagen pendeln sich die Temperaturen allmählich auf durchschnittliche Werte ein, der Temperaturrückgang erfolgt aber wie gewohnt mit teils heftigen Schauern und Gewittern.

Die wärmste Nacht seit Messbeginn

Nach dem heißesten Tag im Jahr mit 38,6 Grad in Gars am Kamp folgte in Wien eine Rekordnacht. "In der Wiener Innenstadt sind die Temperaturen nicht unter 26,9 Grad gesunken, auf der Hohen Warte nicht unter 25,3 Grad. Das ist ein neuer Rekord", berichtete Clemens Teutsch-Zumtobel von Ubimet am Donnerstag. "Seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1872 ist das die wärmste Nacht, der alte Rekord auf der Hohen Warte von 24,4 Grad vom 8. Juli wurde somit um ein Grad übertroffen."

Nicht mehr ganz so heiß, zunehmend gewittrig

Am Freitag geht es vor allem in den Alpen und im Süden vielfach wechselhaft, schwül und gewittrig weiter. "Meist trocken bleibt es voraussichtlich im nördlichen und östlichen Flach- und Hügelland", so die Meteorologen. "Am Nachmittag und Abend besteht in Vorarlberg und Nordtirol örtlich wieder Unwettergefahr." In der Nacht auf Samstag breiten sich teils heftige Gewitter auch auf Salzburg und Oberösterreich aus. Die Höchstwerte liegen zwischen 22 und 35 Grad, mit den höchsten Werten im Süden und Osten.

Kaltfront am Wochenende

Der Samstag bringt dem ganzen Land Gewitter. Während sich die Situation im Westen ab Mittag beruhigt, verlagert sich der Gewitterschwerpunkt tagsüber in die Osthälfte. Dabei besteht Unwettergefahr durch Hagel, Sturmböen und Starkregen. "Zwischen dem Tiroler Unterland und dem Wald- und Mostviertel scheint nur mehr selten die Sonne, vor den Gewittern im Süden sowie im äußersten Osten aber noch etwas länger", sagt Teutsch-Zumtobel. Die Temperaturen erreichen 22 bis 30 Grad, im Südosten noch einmal bis zu 34 Grad.

Am Sonntag liegen die Höchstwerte nach Durchzug einer Kaltfront nur noch zwischen 20 und 27 Grad. "Man kann nun auch im Osten und Süden richtig durchlüften, die heiße Luft wird nahezu weggefegt", so der Ubimet-Experte. Bei einer Mischung aus Sonne und Wolken bleibt es überwiegend trocken. (red, 23.7.2015)

  • Katze auf Fensterbank.
    foto: apa/dpa/frank rumpenhorst

    Katze auf Fensterbank.

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