Ein Todesopfer und Überflutungen in Vorarlberg

23. Juli 2015, 11:39
1 Posting

Heftige Gewitter im Walgau, Überflutete Straßenunterführungen und Keller, Murenabgang in Tirol

Feldkirch /Lienz – Heftige Gewitter und starke Regenfälle haben am Mittwochabend in der Region Walgau (Bez. Feldkirch und Bludenz) zu einem tödlichen Traktorunfall und zahlreichen überfluteten Kellern und Straßenunterführungen geführt. Ein Bauer erlag in Ludescherberg seinen schweren Verletzungen, nachdem sein Fahrzeug ins Rutschen geraten war und sich überschlagen hatte. Die Feuerwehr war 70 Mal im Einsatz.

Der 65-jährige Landwirt war beim Heueinholen von heftigem Regen überrascht worden, berichtete die Vorarlberger Polizei. Auf dem unbefestigten Weg geriet sein Traktorgespann ins Rutschen. Nach rund 90 Meter überschlugen sich Zugmaschine und Anhänger und kamen erst an einem Waldrand zum Stillstand. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, er erlag noch an Ort und Stelle seinen schweren Verletzungen.

64 Feuerwehreinsätze

Von Gewitter und Starkregen betroffen war laut Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) Vorarlberg vor allem der Walgau, insbesondere im Bezirk Feldkirch. Die Feuerwehr musste in der Region bereits am Mittwochabend bis 19.00 Uhr 50 Mal ausrücken, weitere 14 Mal nach 19.00 Uhr und dreimal im Bezirk Bludenz. Donnerstagmorgen gab es drei weitere Einsätze aufgrund des schlechten Wetters im Bezirk Feldkirch, informierte die RFL.

Gerufen wurden die Einsatzkräfte vor allem wegen überfluteter Keller und unpassierbarer Straßen. Im Raum Göfis und Schwarzer See (Gemeinde Satteins) hatten umgestürzte Bäume Straßen verlegt oder die Wassermassen Unterführungen unbefahrbar gemacht. Zahlreiche Landesstraßen mussten vorübergehend gesperrt werden. Mehrere Autos wurden zwischen Schwarzem See und Satteins vorübergehend von umgestürzten Bäumen eingeschlossen.

In Feldkirch schlug gegen 17.50 Uhr ein Blitz in ein Wohnhaus ein. Dabei wurden der Kamin und Teile des Ziegeldaches erheblich beschädigt. Trümmer des Rauchfangs wurden durch den Blitzeinschlag rund 60 Meter weit geschleudert und beschädigten ein Nachbarhaus und ein geparktes Auto. Ein Brand brach nicht aus. Dennoch standen mehrere Feuerwehren aus Feldkirch im Einsatz.

Mure verlegte Straße in Tirol

Ein schweres Hagelunwetter hat am Mittwoch einen Murenabgang im Gemeindegebiet von Innervillgraten in Osttirol ausgelöst. Nach Angaben der Polizei verlegte die Schlammlawine die Straße ins Arntal auf einer Länge von rund 150 Metern. Etwa 70 Wanderer, die sich zu diesem Zeitpunkt im Arntal befunden hatten, wurden von der Feuerwehr über eine Ersatzstraße nach Innervillgraten gebracht.

Der Kamelisenbach war kurz nach 15.30 Uhr über die Ufer getreten und hatte die Schlammlawine ausgelöst. Die Mure verlegte neben der Straße auch die umliegenden Felder. Außerdem wurde im Bereich der Kamelissenalm ein geparktes Auto von den Geröllmassen mitgerissen. Verletzt wurde niemand. (APA, 23.7.2015)

  • Im Zuge eines heftigen Gewitters schlug am Mittwoch, 22. Juli 2015, ein  Blitz in ein Wohnhaus in Feldkirch ein. Dabei wurde der Kamin sowie das  mit Dachziegeln gedeckte Dach erheblich in Mitleidenschaft gezogen.  Trümmer des Kamins wurden bis zu 60 Meter ins Umfeld weggeschleudert.
    foto: apa/polizei

    Im Zuge eines heftigen Gewitters schlug am Mittwoch, 22. Juli 2015, ein Blitz in ein Wohnhaus in Feldkirch ein. Dabei wurde der Kamin sowie das mit Dachziegeln gedeckte Dach erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Trümmer des Kamins wurden bis zu 60 Meter ins Umfeld weggeschleudert.

Share if you care.