Papernet: Konkurs statt Sanierung

23. Juli 2015, 10:42
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AKV: Fortsetzung als Konkursverfahren – Jüngste Tagsatzung lediglich zur Prüfung nachträglich angemeldeter Forderungen

Wiener Neudorf – Im Insolvenzverfahren der Wiener Neudorfer Papernet GmbH ist nach Angaben des AKV vom Donnerstag der Sanierungsplan zurückgezogen worden. Die Schuldnerin sei nicht in der Lage, die Finanzierung aufzubringen, teilte der Gläubigerschutzverband mit. Das Verfahren werde nunmehr als Konkurs fortgeführt.

Laut AKV ist der Insolvenzverwalter mit der Verwertung des Unternehmens und der Einbringlichmachung noch offener Forderungen beschäftigt. Derzeit könne keine genaue Quotenprognose gemacht werden, weil zunächst das Ergebnis der Verwertungsmaßnahmen abzuwarten sei. Die Tagsatzung am Donnerstag diene lediglich der Prüfung nachträglich angemeldeter Forderungen.

Bei Papernet wurden erst mit Beschluss vom Mittwoch die Unternehmensbereiche Druck & Design, Büro & Kommunikation, Werbetechnik sowie Lager & Logistik konkursgerichtlich geschlossen. Laut dem Masseverwalter würde die Fortführung zur Erhöhung des Ausfalls führen.

Über das Papernet-Vermögen war am 30. April ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden. Das 1950 gegründete Unternehmen ist die österreichische Tochter des internationalen Paperlinx-Konzerns und beschäftigt sich mit dem Handel von Papier und Druck. Als Insolvenzursachen wurden wirtschaftliche Schwierigkeiten der Holdingmutter genannt.

Am Dienstag teilte die zur Heinzel-Gruppe gehörende Europapier CE mit, den im Juni angekündigten Erwerb der Werbetechnik-Sparte von Papernet abgeschlossen zu haben. Per Freitag werde die Geschäftseinheit ebenso übernommen wie weitere verbleibende Vermögenswerte des insolventen Unternehmens. (APA, 23.7.2015)

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