Parteienfinanzierung: FPÖ-Geschäftsführer offiziell Verdächtiger

22. Juli 2015, 13:02
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Staatsanwaltschaft prüft Anfangsverdacht gegen Hans Weixelbaum – Ermittlungen gegen frühere Mitglieder der Kärntner Landesregierung

Wien/Klagenfurt – Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hat in der Causa um illegale Parteienfinanzierung der FPÖ über die Kärntner Werbeagenturen Ideenschmiede und Textacy einen neuen Verdächtigen: FPÖ-Bundesgeschäftsführer Hans Weixelbaum. "Es gibt einen Anfangsverdacht, der jetzt geprüft wird", sagte Behördensprecher Norbert Hauser.

Weixelbaum war vorerst nicht zu erreichen. Er sei auf Urlaub, hieß es aus der Partei. Derzeit gibt es in dem Verfahren laut Staatsanwaltschaft zwölf Beschuldigte, davon drei Verbände. Die Beschuldigten stammen aus dem Umfeld der Ideenschmiede beziehungsweise sind ehemalige Mitglieder der Kärntner Landesregierung. Namen wollte Hauser nicht nennen und auch nicht bestätigen.

Kärntner FPÖ-Chef Ragger kündigt Klagen an

Kärntens FPÖ-Chef Christian Ragger wird nach eigenen Angaben nicht als Beschuldigter geführt. "Das kann ich ausschließen." In der ORF-Sendung "Report" war Ragger am Dienstagabend eine Zeugenaussage einer Agenturmitarbeiterin vorgehalten worden, der zufolge Rechnungen der Ideenschmiede an Raggers Büro auf Wunsch von dessen Sekretärin geändert wurden. Ragger sieht sich zu Unrecht beschuldigt und kündigt Klagen an. (APA, 22.7.2015)

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