Soligorsk vor den Augen und Dortmund im Hinterkopf

22. Juli 2015, 16:45
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WAC-Trainer Kühbauer vor Rückspiel gegen Weißrussen über BVB-Hype verärgert – "Wir sind noch nicht aufgestiegen"

Klagenfurt – Das Rückspiel des WAC in der zweiten Qualifikationsrunde für die Fußball-Europa-League steht unter einem besonderen Stern. Sollte nach dem 1:0-Auswärtssieg gegen den weißrussischen Vertreter Schachtjor Soligorsk im Heimspiel am Donnerstag (20.30 Uhr/live ORF eins) im Klagenfurter Wörthersee-Stadion der Aufstieg gelingen, wartet ein Drittrunden-Duell mit Borussia Dortmund.

Der Ausblick auf ein Kräftemessen mit dem deutschen Spitzenclub ist für die Wolfsberger in deren Europacup-Debütsaison überaus reizvoll. "Solche Spiele wird man als WAC nicht oft haben", erklärte Trainer Dietmar Kühbauer.

Kein Wort über Dortmund

Allerdings geht dem Burgenländer der schon jetzt aufkommende Hype um das mögliche Gastspiel des Champions-League-Siegers von 1997 im Wörthersee-Stadion ordentlich gegen den Strich. "Wir haben Soligorsk noch nicht geschlagen, und jeder redet schon von Dortmund", ärgerte sich der WAC-Coach und betonte: "Ich selbst habe mit der Mannschaft noch kein Wort über Dortmund gesprochen. Das wäre auch vermessen, bevor das Rückspiel gegen Soligorsk ausgetragen ist."

Das Hinspiel vor einer Woche habe gezeigt, dass der Tabellenvierte der weißrussischen Liga nicht zu unterschätzen sei. "Da hat man gesehen, dass es schwer wird, wenn man sie spielen lässt", warnte Kühbauer und wies auf das schnelle Umschaltspiel der Weißrussen hin. "Darauf müssen wir besonders aufpassen."

Außerdem dürfe sich die über weite Strecken der ersten Hälfte lasche WAC-Darbietung in Soligorsk keinesfalls wiederholen. "Ich will ein anderes Auftreten sehen. Entscheidend wird sein, dass wir von der ersten Minute an konzentriert sind und unsere Chancen verwerten", erklärte Kühbauer.

Gelungene Generalprobe

Optimistisch stimmt den früheren Teamspieler unter anderem der souveräne Aufstieg in die zweite Cup-Runde am Sonntag durch ein 6:0 beim Kärntner-Liga-Club ASKÖ Köttmannsdorf, der von der B-Garnitur bewerkstelligt wurde. "Die Spieler haben da gezeigt, dass sie reifer geworden sind", sagte Kühbauer.

Dieser Reifeprozess soll nun gegen Soligorsk fortgesetzt werden und in ein Duell mit Dortmund münden, für das bereits die Vorbereitungen laufen. So gab der WAC bekannt, dass im Aufstiegsfall Besucher der Soligorsk-Partie sowie Abonnenten und Mitglieder am Freitag ein Vorkaufsrecht auf Tickets für das Heimspiel gegen den BVB genießen. Der freie Verkauf würde dann am Samstag beginnen. (APA, 22.7.2015)

Europa-League-Qualifikation – 2. Runde, Rückspiel:

Wolfsberger AC – Schachtjor Soligorsk (BLR), Donnerstag, 20.30 Uhr/live ORF eins, Klagenfurt, Wörthersee-Stadion, SR Dimitar Meckarovski/MKD:

WAC: Kofler – Standfest, Sollbauer, Drescher, Palla – Putsche, M. Weber – Zündel, Silvio, Jacobo – Hellquist

Ersatz: Dobnik – Berger, Hüttenbrenner, Kobleder, Baldauf, Wernitznig, Tschernegg, Seidl, Zulj, Trdina

Soligorsk: Buschma – Matweitschik, Kusmenok, Rybak, Januschkewitsch – Afanasiew, Starhorodskij, Jurewitsch, Kowalew – Komarowski, Janusch

Ersatz: Kotenko – Schibun, Wasilewski, Mikoliunas, Kozeka, Martinjuk, Covic, Wergejtschik

Hinspiel 1:0 – der Aufsteiger steht in der dritten von vier Quali-Runden und spielt am 30. Juli (heim) und 6. August (auswärts) gegen Borussia Dortmund.

  • "Don Didi" Kühbauer fordert vollste Konzentration auf Soligorsk, denn erst bei einem Aufstieg wird Dortmund ein Thema.
    foto: apa/gert eggenberger

    "Don Didi" Kühbauer fordert vollste Konzentration auf Soligorsk, denn erst bei einem Aufstieg wird Dortmund ein Thema.

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