Das beste Stück ... nachgefragt bei Marianne Kohn

27. Juli 2015, 08:25
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Michael Hausenblas fragt die Loos-Bar-Chefin Marianne Kohn, warum sie so auf ihren VW Karmann-Ghia abfährt

"Eigentlich bin ich gar nicht so sehr auf den Karmann-Ghia gestanden, sondern mein damaliger Freund. Deshalb hab ich ihn gekauft. Ich war mit meinem 2CV, also einer Ente auf der Triesterstraße unterwegs, da hab ich den Karmann entdeckt und zugeschlagen. Das war 1998. Der Wagen ist Baujahr 1972 und wie für mich gebaut.

Früher bin ich das ganze Jahr mit ihm gefahren. Irgendwann war er derart rostig, dass ich ihn restaurieren lassen musste. Darum benütze ich ihn nur noch im Sommer. Im Winter steht er in einer Garage auf dem Land, und ich bin mit einem gewöhnlichen Polo unterwegs.

Das Besondere am Karmann-Ghia ist, dass er kein Protzauto ist. Wenn ich mit ihm irgendwo auftauche, freuen sich Frauen ebenso wie Männer und Kinder, sogar Harley-Fahrer. Würde ich mit einem Jaguar E-Type daherkommen, wären alle neidisch. Auf den Karmann ist keiner neidisch, weil er einfach so süß ausschaut. Verkaufen würde ich ihn niemals. Auf den wartet schon mein Enkel." (Michael Hausenblas, Rondo, 24.7.2015)

Marianne Kohn ist seit 1995 Geschäftsführerin der Loos-Bar in der Wiener Innenstadt, Kärntner Durchgang Nr. 10.

  • Marianne Kohn: "Das Besondere am Karmann-Ghia ist, dass er kein Protzauto ist."
    foto: nathan murrell

    Marianne Kohn: "Das Besondere am Karmann-Ghia ist, dass er kein Protzauto ist."

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