"Push4Food": Der Pizza-Bestellknopf mit Raspberry Pi

21. Juli 2015, 18:17
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Programmierer bastelt Open-Source-Alternative zu Amazon Dash

Als der Online-Händler Amazon Anfang April mit "Dash" aufklebbare Buttons vorstellte, die es ermöglichten, mit einem Tastendruck Dinge zu bestellen, dachten nicht wenige Menschen an einen Aprilscherz. Doch das Projekt ist ernst gemeint und wird weiter entwickelt. Dash versteht in seiner aktuellsten Fassung nun sogar gesprochene Produktnamen.

"Was der Internetversand kann, kann ich schon lange", dachte sich da wohl der Programmierer Gilles Grousset. Er hat nun seinen eigenen Bestellknopf mit Hilfe des Mini-Rechners Raspberry Pi umgesetzt.

foto: gilles grousset

Do-It-Yourself

Seine Erfindung, genannt "Push4Food", versteht zwar keine Spracheingabe und fällt auch nicht gar so schlank aus wie Dash, macht seine Verwendung aber aufgrund des großen, leuchtend roten Knopfes dafür um so verlockender. Außerdem hat Grousset das Konzept etwas erweitert.

Man kann, etwas Programmierkenntnisse vorausgesetzt, selber anpassen, wo und was der Button eigentlich bestellen soll. Ein Notknopf für die flotte Anlieferung der bevorzugten Pizza vom Lieblings-Italiener bietet sich freilich an.

Einfache Bedienung

Drückt man einmal auf den Knopf, beginnt dieser zu blinken. Durch weiteres drücken kann die Bestellmenge erhöht werden. Wartet man etwas ab, beginnt die LED durchgehend zu leuchten und die Bestellung wird versandt. Fängt "Push4Food" stattdessen an, schneller zu blinken, ist ein Fehler aufgetreten.

Umsetzung

Alles was zur Umsetzung benötigt wird: Ein Raspberry Pi (beliebiges Modell), sowie ein Knopf mit Micro-Switch und eingebauter LED. Softwareseitig ist nur die einfach nachrüstbare Unterstützung des wiringPi-Kommandos sowie die Nutzung von Node.js Voraussetzung.

Die Bestelldaten werden in einr eigenen JSON-Datei hinterlegt, die der Knopf nach dem Betätigen aufruft. Eine Beispielkonfiguration zeigt, wie dies für die Pizzakette Domino's funktioniert.

Wer an dem Konzept Geschmack gefunden hat und sich für eine Umsetzung gewappnet fühlt, muss nur noch der Anleitung folgen. Diese, sowie der gesamte Quellcode, finden sich auf Github. (gpi, 21.07.2015)

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