Europas Gewerbeimmos bei Investoren beliebt

21. Juli 2015, 15:39
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56 Milliarden Euro wurden im zweiten Quartal 2015 in den europäischen Gewerbeimmobilienmarkt investiert

Das Investmentvolumen auf dem europäischen Gewerbeimmobilienmarkt belief sich im zweiten Quartal 2015 auf rund 56 Milliarden Euro, was einen Anstieg um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Immobiliendienstleisters CBRE. Obwohl die Wachstumsrate im Vergleich zum ersten Quartal leicht zurückgegangen ist, weist das abgelaufene Quartal demnach dennoch den höchsten Wert aller zweiten Quartale seit 2007 auf.

Spanien, Portugal, Finnland und Norwegen konnten laut CBRE "außergewöhnliche Anstiege" verzeichnen. Südeuropäische Länder wie Spanien und Portugal seien mittlerweile heiß umkämpft, was sich auf die entsprechenden Wachstumsraten niederschlage: In Spanien, dem Land mit dem drittgrößten Investitionsvolumen, wurde mit 5,5 Milliarden Euro ein Anstieg um 131 Prozent im Vergleich zum Vergleichszeitraum des Vorjahres verzeichnet.

Auch Portugal legte zu – nämlich von 84 Millionen Euro im zweiten Quartal 2014 auf 742 Millionen Euro im zweiten Quartal 2015. Deutschland verzeichnete mit einem Investitionsvolumen von 12 Milliarden Euro und einem Anstieg um 72 Prozent ebenfalls ein starkes zweites Quartal. Am meisten wurde in Großbritannien mit 17,3 Milliarden Euro investiert.

Mangelndes Angebot

Die Märkte in Zentral- und Osteuropa charakterisieren sich durch ein vergleichsweise geringes Investmentvolumen. Der Grund hierfür ist laut CBRE vor allem das mangelnde Angebot an vorhandenen Investitionsprodukten. Insbesondere im Einzelhandels- und Industriesektor seien die zur Verfügung stehenden Angebote knapp.

Daher verzeichnete Polen im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Rückgang des Volumens um 27 Prozent auf nunmehr 363 Millionen Euro. Auch in Russland (578 Millionen Euro) und in Tschechien (352 Millionen Euro) lagen die Investments deutlich unter dem Vorjahreswert. (red, 21.7.2015)

  • "Außergewöhnliche Anstiege" konnten beispielsweise in Spanien verzeichnet werden. (Im Bild: Madrid)
    foto: ap photo/daniel ochoa de olza

    "Außergewöhnliche Anstiege" konnten beispielsweise in Spanien verzeichnet werden. (Im Bild: Madrid)

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