18-jähriger Jihadist in Krems zu zehn Monaten bedingt verurteilt

21. Juli 2015, 11:43
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Urteil des Schöffengerichts nicht rechtskräftig

Krems – Ein 18-jähriger Tschetschene ist am Dienstag am Landesgericht Krems wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, dem "Islamischen Staat" (IS), und Gutheißung terroristischer Straftaten zu zehn Monaten bedingter Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er hatte laut Anklage via Facebook IS-Botschaften verbreitet.

Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab. Das Urteil des Schöffengerichts für Jugendstrafsachen ist somit nicht rechtskräftig.

Geständnis wirkte mildernd

In der Urteilsbegründung führte der Richter aus, dass sich der damals 17-Jährige zum Tatzeitpunkt im Vorjahr als Mitglied des IS verstanden habe. Dass er die Organisation jetzt nicht mehr unterstütze, könne nur als guter Vorsatz gewertet werden.

Mildernd wirkten sich das Geständnis und der bisherige ordentliche Lebenswandel aus. Der junge Mann sei von der IS-Propaganda beeinflusst worden. Erschwerend war allerdings die wiederholte Tatbegehung – der Jugendliche hatte über einen längeren Zeitraum hinweg gepostet.

Das Verfahren war aufgrund des jugendlichen Alters des Beschuldigten unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt worden. (APA, 21.7.2015)

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