Umsteigen? Nur, wenn man dadurch Geld spart

24. Juli 2015, 05:30
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Eine Reisesuchmaschine hat österreichische Reisende dazu befragt, was sie von Flügen mit Umstieg halten und welche Erfahrungen sie dabei gemacht haben

Ein Zwischenstopp birgt so manche neue Erfahrung, aber auch Stress. Zu Beginn der Sommer-Hauptreisezeit hat die Reisesuchmaschine checkfelix.com Österreicher über ihre Haltung zu Umsteigeverbindungen befragt. Das Ergebnis: Sparfüchse buchen Verbindungen mit Zwischenstopp. Familien nicht.

Nahezu die Hälfte (44 Prozent) der befragten Reisenden nehmen eine indirekte Flugverbindung in Kauf, wenn sie dabei Geld sparen können. Umsteigeverbindungen sind dabei allerdings nicht jedermanns Sache: 35 Prozent der Befragten gaben an, einen Flug mit einem oder mehreren Stopps nur zu buchen, wenn es keine bessere Möglichkeit gebe. Gerade einmal drei Prozent der Reisenden wählen eine Flugoption mit Zwischenlandung, weil sie den Umsteige-Ort erkunden wollen.

Handgepäck: Handy und Tablet sind wichtiger als Zahnbürste und Kleidung

Das Handy ist der beste Freund österreichischer Flugreisender. Für 57 Prozent ist es ein wesentlicher Bestandteil des Handgepäcks, während gerade einmal sieben Prozent im Flugzeug auf einen Laptop nicht verzichten wollen. Jeder 10. Passagier (elf Prozent) greift zum Arbeiten oder für die Unterhaltung über den Wolken auf sein Tablet zurück. Andere Reiseutensilien wie Nackenkissen oder Kosmetikartikel halten die Österreicher für weniger wichtig. Interessanterweise nutzen Österreicher als Handgepäck auf einem Flug mit Zwischenstopp lieber eine Hand- oder Laptoptasche als einen Rollkoffer.

Zeitvertreib beim Umsteigen: Lesen und wenig Geld ausgeben

Am Flughafen angekommen, vertreiben sich die meisten der österreichischen Flugreisenden (20 Prozent) die Wartezeit mit Lesen. Die Erkundung des Flughafens folgt mit 16 Prozent als zweitliebste Beschäftigung beim Umsteigen. Shopping bzw. die Nutzung des gastronomischen Angebots im Flughafen folgen mit jeweils 14 Prozent an dritter Stelle.

Dabei zeigen sich die Österreicher eher sparsam: 61 Prozent geben beim Zwischenstopp weniger als 25 Euro aus, bevor sie ins nächste Flugzeug steigen. Die meisten Österreicher verbringen ihre Wartezeit in einer gemütlichen Flughafen-Lounge (27 Prozent) oder in einem Restaurant oder einer Bar (22 Prozent). 21 Prozent der Befragten wiederum verlieren keine Zeit und begeben sich direkt zum Abfluggate um dort auf ihre nächste Verbindung zu warten. 12 Prozent gaben an, ihre Wartezeit damit zu verbringen, andere Passagiere zu beobachten. Damit sind Österreicher im europäischen Vergleich die neugierigsten Flughafengäste. Mehr als drei Viertel der Befragten (77 Prozent) möchten auf WLAN im Flughafen nicht mehr verzichten.

Die größten Ärgernisse bei Flügen mit Zwischenstopp

Ein verpasster Anschlussflug ist der meist genannte Auslöser für Frustration. Für 31 Prozent der Befragten ist dies das größte Ärgernis bei einer Umsteigeverbindung. Österreichische Passagiere nähmen lieber eine weitere Sicherheits- oder Zollkontrolle in Kauf, als den Anschlussflug zu verpassen (17 Prozent).

Fast ebenso häufig genannt wie der verpasste Flug: Ein verlorenes Gepäckstück ist für Österreicher ein echter Garant für Ärgernis auf der Reise (29 Prozent). Der ideale Aufenthalt bei einem Zwischenstopp ist relativ kurz: 68 Prozent der österreichischen Reisenden ziehen eine Umsteigezeit zwischen ein bis drei Stunden vor. Insgesamt haben die Österreicher ein entspanntes Verhältnis zum Fliegen mit Zwischenlandung: 68 Prozent empfinden dies nicht als eine anstrengende Erfahrung. (red, 22.7.2015)

Die Analyse basiert auf einer Umfrage, die auf checkfelix vom 18.05.2015 bis zum 14.06.2015 durchgeführt wurde. 500 Nutzer haben an der Umfrage teilgenommen.

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    foto: dabarti cgi / shutterstock.com
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