Wie uns Gelsen finden – und ein schützender Expertentipp

21. Juli 2015, 05:30
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Stechmücken verfügen über ein ausgefeiltes Suchsystem. Kontrastreiche Kleidung dürfte sie allerdings irritieren

Pasadena/Wien – Rechtzeitig zum Höhepunkt der Gelsensaison liefern US-Forscher neue Erkenntnisse darüber, wie Stechmücken ihre Opfer finden. Die schlechte Nachricht: Ihr Suchsystem ist ziemlich perfekt und kombiniert olfaktorische und optische Reize, in der Nähe fliegen sie zudem auf Wärme. Die gute Nachricht: Es gibt einen neuen Tipp, wie die Plagegeister zusätzlich zu Anti-Mücken-Sprays verwirrbar sind.

Für ihre Studie haben Floris van Breugel (Caltech in Pasadena) und Kollegen keine Kosten und Mühen gescheut: In einem Windkanal testeten sie, wie Gelsen bei der Futtersuche vorgehen. Dabei zeigte sich, dass sie zunächst einmal durch Kohlendioxid auf potenzielle Wirte aufmerksam werden: Die Insekten können ausgeatmetes CO2 auch noch in 50 Metern Entfernung riechen.

Verräterische Körperwärme

In rund zehn Metern Entfernung wird auf visuelle Suche umgestellt, und die Insekten fliegen optisch interessante Ziele an. Ab etwa einem Meter nehmen sie dann, wie die Experimente im Windkanal zeigten, geringe Temperaturunterschiede wahr und stürzen sich auf Warmes.

Die wichtige Rolle spezifischer Körpergerüche wurde von der im Fachblatt "Current Biology" veröffentlichten Studie allerdings nicht berücksichtigt. Immerhin haben die Wissenschafter noch einen kleinen Tipp parat: Kontrastreiche Kleidung dürfte die Gelsen bei ihrer Suche nach Frischblut irritieren. (tasch, 21.7.2015)

  • Sich für Blutsauger unsichtbar zu machen ist schier unmöglich. Einige Tricks gibt es aber.
    foto: apa/dpa/andreas lander

    Sich für Blutsauger unsichtbar zu machen ist schier unmöglich. Einige Tricks gibt es aber.

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