Neue deutsche Partei Alfa: Es wird eng am Trog

Kommentar20. Juli 2015, 17:29
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Alleine wird es für Lucke äußerst schwierig werden, die Fünf-Prozent-Hürde für den Bundestag zu packen

Der Schritt war logisch und somit konsequent: Bernd Lucke hat wieder eine neue Partei gegründet. Er ist schließlich nicht der Einzige, dem der Rechtsruck der von ihm einst ins Leben gerufenen AfD (Alternative für Deutschland) sauer aufstieß.

Es gibt noch viele, die sich beim Protest gegen die Politik der etablierten deutschen Parteien stärker mit der Europolitik und weniger mit einer angeblich drohenden Islamisierung Deutschlands befassen wollen. Sie möchte Lucke nun in seine neue Partei Alfa (Allianz für Fortschritt und Aufbruch) ziehen und somit bei der Bundestagswahl 2017 in den Bundestag einziehen.

Immerhin sind die Fronten nun klar: Die AfD und die Alfa beharken sich nicht mehr in einer Partei, sondern erledigen dies in Form zweier eigenständiger Bewegungen. Das macht vielleicht manchem Sympathisanten, der sich zuletzt mit Grausen abwandte, die Rückkehr und Identifikation leichter. Man kann sich nun ja für die Nationalkonservativen oder die Wirtschaftsliberalen entscheiden.

Fraglich ist allerdings, ob bei Wahlen dann der Futtertrog für alle groß genug ist. Die neue Alfa könnte bei ehemaligen FDP-Wählern punkten, die AfD nun verstärkt frustrierte Konservative rechts der CDU/CSU ansprechen. Gemeinsam wäre die Fünf-Prozent-Hürde für den Bundestag dann vielleicht zu packen. Alleine aber wird es wohl für Lucke äußerst schwierig werden. (Birgit Baumann, 20.7.2015)

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