Hitze, Blitze und Wespen jagen Rekorde

20. Juli 2015, 16:52
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Die Hitze in Österreich hält weiter an: Ab Dienstag können die Temperaturen bis zu 35 Grad erreichen

Wien – Kurz erholen vom heißen Sommerwetter konnte man sich am Montag. Da war die Temperatur mit rund 30 Grad vergleichsweise erträglich. Mit 38,3 Grad Celsius in Krems und Langenlebarn war erst am Sonntagnachmittag ein neuer Jahreshöchstwert erreicht worden.

Viele Menschen suchten die Abkühlung im Wasser. Nur etwa jeder zwölfte Österreicher outet sich als Bademuffel, wie eine Studie vonMarketagent.com zeigt. 1028 Personen zwischen 14 und 69 Jahren wurden zum Thema Baden befragt. Sechs von zehn Österreichern haben in den vergangenen drei Jahren die Erfrischung im Freibad gesucht. Jeder Zweite hat der Hitze in öffentlichen Badeseen den Kampf angesagt. Jeder Dritte hat die heißen Badetage entweder im privaten Pool verbracht oder in unberührten Gewässern wie Flüssen, Bächen oder Seen genossen. Ein Viertel trotzte den hohen Temperaturen im eigenen Pool.

grafik: ubimet
Für Mittwoch sagen Meteorologen bis zu 37 Grad Celsius voraus. In den Freibädern herrscht Hochsaison.

Am Dienstag geht es mit dem Badewetter weiter: In ganz Österreich scheint die Sonne bei Temperaturen von 27 bis 34 Grad Celsius, informiert Clemens Teutsch-Zumtobel von Ubimet. Höchstwerte liegen in den westlichen Alpentälern sowie von der March bis zum Neusiedlersee. Gewitter nehmen ab und beschränken sich meist auf Gebirgsregionen. Laut MA 22 sind für Dienstag keine Überschreitungen bei Ozonwerten zu erwarten. "Der Mittwoch wird mit 27 bis 38 Grad der heißeste Tage der Woche", sagt der Ubimet-Mitarbeiter. Vor allem in der Osthälfte wird es extrem heiß.

Am Donnerstag gehen von Vorarlberg bis in das östliche Flachland tagsüber Schauer nieder. Die Temperaturen liegen zwischen 22 und 34 Grad, im Südosten wird es mit 37 Grad laut Ubimet am heißesten.

Unbeständig bleibt es am Freitag im Bergland. Die Höchstwerte liegen zwischen 22 bis 32 Grad. Das Wochenende verläuft weiter sommerlich bei Werten zwischen 23 und 30 Grad. "Mit einer erhöhten Gewitteraktivität ist aber weiterhin zu rechnen", sagt Teutsch-Zumtobel.

Mehr als 120.000 Blitze

Hitze und Gewitter waren bereits am vergangenen Wochenende tonangebend. Den tropischen Temperaturen folgte in der Nacht auf Montag heftiger Regen in der Steiermark. Hagel verursachte rund eine Million Euro Schaden auf einer landwirtschaftlichen Fläche von etwa 1500 Hektar. In der Region Knittelfeld im Bezirk Murtal wurden Bäume entwurzelt. Die Berufsfeuerwehr Graz rückte wegen Überflutungen aus. Starkregen und Hagelschlag richteten in Teilen des Tiroler Unterlandes ebenfalls Sachschaden an.

"Auch die blitzreichsten Gemeinden lagen in der Steiermark, und zwar in den Bezirken Graz-Umgebung und Leibnitz", sagte Teutsch-Zumtobel. Fast die Hälfte aller 121.861 Blitze an diesem Wochenende wurde in der Steiermark registriert. In Tirol blitzte es rund 24.000 und in Salzburg fast 14.000 Mal.

Wespensaison beginnt

Der milde Winter und die Hitzewelle begünstigen ein Wespenjahr. Ab Juni schlüpfen die ersten Arbeiterinnen. Richtig lästig werden Wespen jedoch erst im Spätsommer. Bis etwa Mitte August ernähren sie sich meist von Insekten oder Fleisch, um die Larven zu versorgen. Danach werden sie von Zucker angelockt und "fliegen" neben Fallobst auch auf Säfte, Eis und Kuchen. (july, 21.7.2015)

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