Verwertungsgesellschaften wollen Rechte für ganz Europa regeln

20. Juli 2015, 16:26
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Rechteverwerter aus Deutschland, Großbritannien und Schweden haben integriertes Lizenz- und Verarbeitungszentrum in Planung

Digitale Musikdienste sollen grenzübergreifend schneller auf Musikrechte zugreifen und Rechteinhaber einfacher abrechnen können. Die deutsche Verwertungsgesellschaft Gema will zusammen mit PRS for Music (Großbritannien) und STIM (Schweden) das erste integrierte Lizenz- und Verarbeitungszentrum für den digitalen Musikmarkt gründen. Die Verträge seien unter Dach und Fach, hieß es am Montag.

Veränderte Marktbedingungen

"Mit dem Joint Venture reagieren wir auf die veränderten Marktbedingungen im Bereich der digitalen Musik- und Onlinedienste und die Bedürfnisse der Musikautoren und Verleger", sagte Gema-Vorstandschef Harald Heker. "Künftig sind wir in der Lage, auf Basis einer länderübergreifenden Datenbank sowie gemeinsamer Verarbeitungssysteme die riesigen Datenmengen der Online-Musikdienste konsolidiert zu verarbeiten und eine schnellere, genauere und effizientere Lizenzverarbeitung und Abrechnung zu gewährleisten."

Neue Lösungen für zersplitterten Markt

Ziel sei es, eine Lösung für den zersplitterten Musikmarkt zu entwickeln. Das neue Lizenz- und Verarbeitungszentrum vereine die Repertoires der drei Verwertungsgesellschaften und biete Lizenznehmern so die Möglichkeit, eine einzige, gebietsübergreifende Lizenz zu erwerben. Für Rechteinhaber soll das angesichts steigender Datenvolumen eine genauere Rechnungsstellung ermöglichen, zudem sollen sie schneller an die Ausschüttung kommen. (APA, 20.7.2015)

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Gema

  • Die deutsche Gema bastelt an neuen europaweiten Lizenzregelungen
    foto: epa/hildenbrand

    Die deutsche Gema bastelt an neuen europaweiten Lizenzregelungen

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