US-Amerikaner Johnson gewinnt British Open

20. Juli 2015, 23:22
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Im Stechen gegen Louis Oosthuizen und Überraschungsmann Marc Leishman – Wiesberger bleibt weiter hinter den Erwartungen

St. Andrews – Der US-Amerikaner Zach Johnson hat am Montag die British Open gewonnen. Der 39-jährige setzte sich im Stechen gegen Louis Oosthuizen (RSA) und Marc Leishman (AUS) durch. Der Flight-Partner von Österreichs Aushängeschild Bernd Wiesberger sicherte sich damit erstmals die traditionelle silberne Rotweinkanne "Claret Jug" und den Siegerscheck in Höhe von 1,15 Millionen Pfund (1,65 Millionen Euro).

Als der Coup gelungen war, küsste Golfprofi Zach Johnson überglücklich seine Ehefrau und brach in Tränen aus. Zuvor hatte der Sieger am Ende der 144. Auflage der British Open die besten Nerven bewiesen: Im Stechen über vier Runden bewältige der US-Amerikaner den Links-Kurs mit 1 unter Par am besten. Oosthuizen (Par) und Überraschungsmann Leishman (2 über) konnten da nicht mehr mithalten. Johnson feierte seinen zweiten Major Sieg nach 2007 beim US-Masters in Augusta.

Über die Ziellinie

Zuvor hielten die drei Profis ex aequo bei 273 Schlägen und lieferten sich dabei ein Klasse-Finish: Als Johnson seine 66er-Runde auf dem Par-72-Platz beendet hatte, leistete sich der führende Leishman am 16. Loch das erste Bogey nach 36 Löchern. Oosthuizen erreichte das Play-off überhaupt erst mit dem letzten Putt.

Auf eine Aufholjagd von Jordan Spieth warteten die Zuschauer vergeblich, denn dem Masters- und US-Open-Sieger aus Texas fehlte das Glück beim Putten. Er verfehlte um einen Schlag die Extra-Bahnen, wurde Vierter und verpasste damit die einmalige Chance, erstmals seit Ben Hogan 1953 die drei ersten Majors in einem Jahr zu gewinnen. Das gewohnt faire britische Publikum feierte den 21-Jährigen trotzdem. "Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie ich diese Woche gekämpft habe. Heute war ein harter Tag da draußen", sagte Spieth.

Der am Sonntag noch mitführende irische Amateur Paul Dunne, dem die Sympathien der Zuschauer gehörten, ließ am Ende deutlich nach: Nach einer 78er-Runde fand sich der 22-Jährige auf Platz 30 wieder. "Natürlich bin ich enttäuscht, aber es war eine Riesen-Erfahrung", sagte Dunne.

Wiesberger muss sich begnügen

Österreichs Nummer eins Bernd Wiesberger hatte da bereits längst den Golfplatz verlassen. Der Burgenländer konnte nach den Wetterkapriolen in den ersten zwei Tagen auch zum Abschluss sein Potenzial nicht gänzlich ausschöpfen. Der 29-Jährige musste sich am Nachmittag mit dem Gesamtscore von 287 (1 unter Par) und dem geteilten 68. Rang begnügen. (APA 20.7.2015)

144. British Open in St. Andrews (Schottland), Montag

Stechen über vier Löcher:
1. Zach Johnson (USA) 15 Schläge (3/3/5/4)
2. Louis Oosthuizen (RSA) 16 (3/4/5/4)
3. Marc Leishman (AUS) 18 (5/4/5/4)

Nach vier Runden:
1. ex aequo Leishman 273 Schläge (70/73/64/66) – Johnson 273 (66/71/70/66) – Oosthuizen 273 (67/70/67/69)
4. ex aequo Jordan Spieth (USA) 274 (67/72/66/69) – Jason Day (AUS) 274 (66/71/67/70)
6. ex aequo Danny Willet (ENG) 277 (66/69/72/70) – Justin Rose (ENG) 277 (71/68/68/70) – Sergio Garcia (ESP) 277 (70/69/68/70) – Jordan Niebrugge (USA) 277 (67/73/67/70)

Weiters:
68. u. a. Bernd Wiesberger (AUT) 287 (72/72/71/72)

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    Johnson hat die Kanne.

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    Weit ging für Wiesberger eh.

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