Polizeihund erschnüffelte in Salzburg fünf Kilo Heroin

20. Juli 2015, 13:09
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Zehn Pakete zu je 500 Gramm in Kotflügeln versteckt – Zwei mutmaßliche Drogenkuriere aus Mazedonien festgenommen

Salzburg/Wien – Zwei mutmaßliche Drogenkuriere sind am vergangenen Samstag der Polizei in Salzburg ins Fahndungsnetz gegangen. Auf der Tauernautobahn wurde ein Pkw gestoppt, in dem fünf Kilogramm Heroin versteckt waren. Diensthund "Ripon" hat die Drogen im Straßenverkaufswert von mindestens 500.000 Euro erschnüffelt. Der 29-jährige Lenker und seine 26-jährige Freundin, beide aus Mazedonien, wurden festgenommen.

Das Heroin war in zehn mit Plastik umwickelten Paketen zu je 500 Gramm verpackt und in eigens präparierten Hohlräumen im rechten und linken vorderen Kotflügel des dunklen BMW-Kombi verstaut. Der Polizeihund schlug im Bereich der Motorhaube, der Fahrertür und des Kofferraums an. Es sei offenbar versucht worden, die Pakete möglichst luftdicht zu verpacken, erklärte Karl-Heinz Pracher vom Landeskriminalamt Salzburg im APA-Gespräch. Doch bei einer so großen Menge an Drogen könne eine Geruchsbildung nicht ganz vermieden werden. "Wir gehen auch davon aus, dass dieses Auto schon für mehrere Kurierfahrten in Verwendung war."

Heroin aus Mazedonien

Der Wagen mit mazedonischem Kennzeichen war aufgrund von Hinweisen der Polizei in Niederösterreich und der Behörden im Kosovo ins Visier der Fahnder des Landeskriminalamtes Salzburg geraten. Das Heroin sollte offenbar ursprünglich von Mazedonien nach Niederösterreich geschleust werden. "Wir haben dann den Hinweis erhalten, dass es nach Salzburg kommt", sagte Pracher. Das verdächtige Fahrzeug wurde am 18. Juli gegen 9.30 Uhr bei Glanegg (Bezirk Salzburg-Umgebung) in Fahrtrichtung Süden gestoppt und in die Landespolizeidirektion eskortiert.

Die Festnahme des Pärchen sei ohne Probleme verlaufen, schilderte Pracher. Bei einer ersten Einvernahme hätten sich die Verdächtigen allerdings nicht kooperativ gezeigt und keine Angaben zur Herkunft des Heroins und den Abnehmern gemacht. Sie erklärten, dass sie erst in Salzburg telefonisch darüber informiert worden wären, wer mit ihnen Kontakt aufnimmt.

Überstellung nach Wien

Die beiden Mazedonier wurden vorerst ins Polizeianhaltezentrum Salzburg gebracht. Weil aber die Ermittlungen in Niederösterreich und Wien anhängig sind, ordnete die Staatsanwaltschaft Wien die Überstellung der Festgenommenen in die Justizanstalt Wien an. Die Qualität des sichergestellten Heroins wird noch genau analysiert. Bei einem hohen Reinheitsgehalt ist der Straßenverkaufswert höher als eine halbe Million Euro. (APA, 20.7.2015)

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