Hitzewelle: Gefahr durch mobile Klimageräte

20. Juli 2015, 12:33
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Die Innung der Installateure warnt: Beim Betrieb von mobilen Klimageräten muss man auf ausreichende Luftzufuhr achten, ansonsten besteht Vergiftungsgefahr

An besonders heißen Tagen kann es zum Erliegen der Thermik im Kamin und dadurch zum Abgasrückstau kommen. Wenn in den Wohnungen an diesen heißen Tagen mobile Klimageräte eingesetzt werden, kann der Abgasrückstau sogar verstärkt werden.

Wie kommt es dazu? Gasgeräte, die auch im Sommer Luft zur Warmwasserbereitung benötigen, können in puncto Luftbedarf in Konkurrenz zu mobilen Klimageräten stehen. Diese Schlauchkühlgeräte und Gasthermen entziehen dem Raum gleichzeitig Luft.

Vergiftungen vorbeugen

"Um einer Kohlenmonoxidvergiftung vorzubeugen, ist beim Betrieb von Gasgeräten vor allem an heißen Sommertagen auf ausreichende Luftzufuhr in den Wohnungen zu achten", sagt Robert Breitschopf, Landesinnungsmeister der Wiener Installateure: "Während des Betriebes, besonders beim Duschen, sollte an heißen Tagen immer ein Fenster im Aufstellraum des Gasgeräts geöffnet sein."

Bei unzureichender Zuluft kann es zu Abgasrückstau und in der Folge zur Bildung von gefährlichem Kohlenmonoxid kommen, das farb- und geruchlos ist. Kohlenmonoxid kann ab einem Volumenanteil von vier Prozent in der Atemluft tödlich sein.

Auch veraltete Fünf-Liter-Gasdurchlauferhitzer ohne Kaminanschluss stellen ein hohes Sicherheitsrisiko dar: "Die Abgase strömen in den Raum und bei längerem Betrieb reduziert sich durch die Verbrennung der Sauerstoffanteil in der Luft. Diese veralteten Geräte können dann ebenfalls zur Kohlenmonoxid-Bildung führen", sagt Breitschopf weiter. Die Installateurinnung empfiehlt daher allen Besitzern veralteter Gasgeräte, besonders vorsichtig zu sein, viel zu lüften oder diese bei nächster Gelegenheit gegen neue Geräte zu tauschen.

Regelmäßige Thermenwartung

Um Kohlenmonoxid-Unfälle zu vermeiden, sollten Gasgeräte regelmäßig gewartet werden. Wenn das letzte Service länger als ein Jahr zurückliegt, sollte unbedingt eine Inspektion vom befugten Installateur-Fachbetrieb durchgeführt werden. Breitschopf: "Sicherheit geht vor. Außerdem verbraucht ein gut gewartetes Gerät wesentlich weniger Gas, spart Geld und erhöht die Betriebssicherheit."

Die Wiener Installateurinnung rät dazu, veraltete Geräte durch moderne und effizientere Brennwertgeräte zu tauschen: Die Gefahr von Kohlenmonoxid-Vergiftungen kann durch das neue, sichere Gerät vermieden werden, weil die Abgasabführung über eine Abgasleitung mittels "Gebläse" erfolgt. (APA, 20.7.2015)

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