Jemen: Mindestens 43 Tote und 170 Verletzte durch Houthi-Beschuss

19. Juli 2015, 17:44
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Angriff auf ein Wohngebiet in Aden – Rebellen hatten in vergangenen Tagen Niederlagen erlitten

Aden – Bei einem Angriff der schiitischen Houthi-Rebellen auf ein Wohngebiet in Jemens zweitgrößter Stadt Aden sind mindestens 43 Menschen umgekommen. Zudem habe es bei dem Bombardement mit Granaten und Raketen am Sonntag etwa 170 weitere Verletzte gegeben, die meisten von ihnen Zivilisten, berichteten Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen der Deutschen Presse-Agentur.

Da viele der Verwundeten in Lebensgefahr schwebten, wurde ein weiterer Anstieg der Zahl der Toten erwartet.

Die Rebellen hatten in den vergangenen Tagen eine schwere Niederlage erlitten, als sie aus der Hafenstadt vertrieben wurden. Am Donnerstag waren erste Mitglieder der Exilregierung zurückgekehrt, die Stadt wurde für befreit erklärt.

Luftangriffe

Die Houthis und ihre Verbündeten hatten den sunnitischen Präsidenten Abed Rabbu Mansour Hadi und dessen Regierung Ende März zur Flucht in die saudische Hauptstadt Riad gezwungen. Seither fliegt ein von Saudi-Arabien geführtes sunnitisches Militärbündnis regelmäßig Luftangriffe auf Stellungen der Rebellen.

Die Houthis beherrschen noch immer große Teile des bitterarmen Jemens. Eine Waffenruhe, die die UNO in der vergangenen Woche vermittelt hatten, hielten beide Seiten nicht ein. (APA, 19.7.2015)

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