Bahn: Vier Millionen mehr Fahrgäste im Vorjahr

19. Juli 2015, 11:29
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Zahl der Fahrgäste nahm um 4 Millionen auf 278 Millionen zu – Güterverkehrsleistung stieg um 6 Prozent auf neuen Rekordwert – Privatbahnen konnten Marktanteile gewinnen

Wien – Von den österreichischen Bahnunternehmen wurden im Vorjahr insgesamt 278 Millionen Fahrgäste transportiert. Das waren um vier Millionen mehr als 2013. Die gefahrenen Personenkilometer stiegen um 200 Millionen von 11,9 auf 12,1 Mrd. Personenkilometer, ein Plus von 1,5 Prozent. Auf einen Rekordwert stieg der Güterverkehr. Die Verkehrsleistung stieg um 6 Prozent auf 22,5 Mrd. Nettotonnenkilometer.

Insgesamt wurden im Vorjahr 113 Millionen Tonnen Güter transportiert, was einem Zuwachs von 2 Prozent entspricht, geht aus dem aktuellen Marktbericht für das Jahr 2014 der Schienen-Control GmbH hervor.

Der Marktanteil der privaten Güterverkehrsunternehmen stieg beim Aufkommen (Tonnen) von 24,9 auf 26,2 Prozent, bei der Verkehrsleistung (Nettotonnenkilometer) von 19,3 auf 21,4 Prozent. Am stärksten war der Wettbewerb auf der Brennerstrecke und der Donauachse zwischen Wien und Passau.

Auch im Personenverkehr konnten die Privatbahnen punkten. Hier stieg ihr Marktanteil von 10,8 auf 11,8 Prozent. Derzeit fahren im ÖBB-Netz 13 Privatbahnen.

Insgesamt sind im ÖBB-Netz 34 Eisenbahnverkehrsunternehmen tätig, 21 nur im Güterverkehr, 5 nur im Personenverkehr und acht Unternehmen, die in beiden Bereichen unterwegs sind.

"Bahnfahren liegt in Österreich im Trend. Die Zahlen im Personenverkehr zeigen das schon seit Jahren. Jetzt ist auch eine Erholung im Schienengüterverkehr eingetreten", so Schienen-Control Geschäftsführerin Maria-Theresia Röhsler am Sonntag in einer Presseaussendung.

Verkehrsminister Alois Stöger sieht in der positiven Entwicklung im Schienengüterverkehr einen entscheidenden Indikator dafür, dass sich Industrie und Wirtschaft in Österreich im Aufschwung befinden. "Mir ist wichtig, dass beide Säulen im Schienenverkehr gut funktionieren. Wir sind nicht nur Bahnfahrerland Nummer eins in Europa – wir arbeiten auch kontinuierlich daran, noch mehr Güterverkehr auf die Schiene zu bringen", so Stöger laut Aussendung. (APA, 19.7.2015)

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