Feuer in Griechenland unter Kontrolle, aber weiter Gefahr

19. Juli 2015, 08:52
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Bei den Waldbränden war ein Mann ums Leben gekommen, Wiederaufflammen durch starke Winde möglich

Athen – Bei den Waldbränden in Griechenland ist ein Polizist ums Leben gekommen. Seine verkohlte Leiche wurde am Sonntag in Athen identifiziert. Der 47-Jährige hatte sich an Löscharbeiten auf einem Berg im Osten der Hauptstadt beteiligt und war seit Freitag vermisst worden, wie der griechische Staatsrundfunk (ERA1) berichtete.

Nach Angaben der Feuerwehr von Sonntag früh konnten alle Brände im Land unter Kontrolle gebracht werden. Die Gefahr für ein Wiederaufflammen bleibe aber groß. Für Sonntag und Montag wurden erneut starke Winde im Süden Griechenlands erwartet.

Nutztiere verendet, Ernten vernichtet

Landesweit waren binnen 48 Stunden mehr als 100 Waldbrände ausgebrochen. Die Feuerwehr konnte in der Nacht drei neue Brände auf den Inseln Zakynthos und Skyros sowie in der Nähe der mittelgriechischen Ortschaft Distomo unter Kontrolle bringen. Die größten Feuer waren am Freitag im Osten Athens und auf dem Süden der Halbinsel Peloponnes ausgebrochen.

Das griechische Fernsehen zeigte Videos aus der südgriechischen Kleinstadt Neapolis. Die Flammen zerstörten dort mehrere Häuser und Autos. Zudem verendeten nach Angaben der Stadtbehörden Hunderte Nutz- und Wildtiere, Oliven- und Orangenpflanzungen verbrannten.

Hubschrauberabsturz verhindert

In einem anderen Bericht wurde das dramatische Manöver des Piloten eines Löschhubschraubers gezeigt, um einen Absturz abzuwenden. Der Helikopter wurde von starken Winden beim Versuch erfasst, Wasser in der Nähe einer von den Flammen bedrohten Tankstelle nahe der Stadt Neapolis auf der Halbinsel Peloponnes abzuwerfen. Er wurde vom Wind nach unten gedrückt und geriet ins Trudeln. In letzter Sekunde warf der Pilot die Wasserladung ab. Der Hubschrauber gewann wieder an Höhe und konnte stabilisiert werden, wie auf dem Video zu sehen ist.

In Athen konnten Tierfreunde Dutzende Hunde und andere Tiere im letzen Moment aus einem Tierheim in Ostathen retten. Tierschützer bedankten sich am Samstag bei allen Autofahrern, die angehalten und Tiere in ihre Wagen geladen hatten, um sie in Sicherheit zu bringen. (APA, 19.7.2015)

  • Im Süden Griechenlands wüteten in den vergangenen Tagen Waldbrände.
    foto: ap/petros karadjias

    Im Süden Griechenlands wüteten in den vergangenen Tagen Waldbrände.

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