Fünf Tote bei Gewalt zwischen Islamisten und Polizei auf dem Sinai

18. Juli 2015, 22:21
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Kontrollpunkte im Norden des Sinai angegriffen – Staatliche Agentur: Gefechte dauern an

Kairo – Bei einem von der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) verübten Angriff auf Militärkontrollpunkte sind am Samstag auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel fünf Angehörige der Sicherheitskräfte getötet worden. Die Kontrollpunkte seien mehrmals mit Granaten beschossen worden, verlautete aus Sicherheitskreisen. Der IS bekannte sich im Internet zum Angriff.

Der Norden des Sinai gilt als Hochburg der Jihadistengruppe, die bereits große Teile des Irak und Syriens kontrolliert und auch in Libyen Fuß gefasst hat. Die staatliche Nachrichtenagentur MENA bezeichnete die Angreifer als "Terroristen". Sie hätten auch Raketen eingesetzt, die Gefechte dauerten an.

Lage im Sinai kritisch

Das ägyptische Militärregime, das in den vergangenen Monaten mit großer Härte gegen die Muslimbruderschaft des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi vorgegangen war, konnte die Lage auf dem Sinai bisher nicht in den Griff bekommen. Mehrere Militäroperationen konnten den Widerstand des IS nicht brechen. Erst am Donnerstag teilte die Gruppe mit, ein Patrouillenboot des ägyptischen Militärs vor der Küste des Sinai mit einer Rakete getroffen zu haben. (APA, 18.7.2015)

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