Wieder Tote und Verletzte bei Kämpfen

18. Juli 2015, 15:02
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Minsker Waffenstillstandsabkommen für die Ostukraine bleibt brüchig

Kiew – Das Minsker Waffenstillstandsabkommen für die Ostukraine bleibt brüchig. Nach Angaben der Regierung wurden bei einem Granatbeschuss von Wohngebieten nahe Donezk durch die Rebellen drei Zivilisten getötet. Zudem seien ein Soldat getötet und vier weitere verletzt worden, teilte ein Militärsprecher am Samstag mit.

Die prorussischen Rebellen warfen ihrerseits der Armee vor, die Angriffe zu intensivieren und zivile Ziele unter Beschuss zu nehmen. Das Minsker Abkommen hatte mehrere Monate lang zu einer Beruhigung der Lage geführt. Zuletzt waren die Kämpfe aber wieder aufgeflammt. Seit April 2014 kamen in dem Konflikt mehr als 6.500 Menschen ums Leben.

Deutsch-französisch-ukrainische Telefonkonferenz

Unterdessen sprachen die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Francois Hollande, der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und sein russischer Kollege Wladimir Putin in einer Telefonkonferenz über die Entwicklung in der Ostukraine. Die Regierung in Kiew hatte am Donnerstag eine Verfassungsreform eingeleitet, die zwei abtrünnigen Gebieten im Osten mehr Autonomie gewähren soll. Die Dynamik der Verfassungsreform müsse beibehalten werden, damit das Minsker Abkommen bis zum Jahresende vollständig umgesetzt werden könne, heißt es in einer Erklärung des französischen Präsidialamtes vom Freitag. Zudem müssten die Sicherheitszusagen eingehalten werden. (APA, 18.7.2015)

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