Starkregen und Sturm im Osten und Süden

18. Juli 2015, 11:27
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Sturm deckte Hausdach in Kufstein ab – Umgestürzte Bäume blockierten Straßen

Bregenz/Innsbruck – Wegen teils heftiger Gewitter mussten die Feuerwehren im Westen Österreichs sowie in der Steiermark und in Kärnten zu mehreren hundert Einsätzen ausrücken. Häufigster Grund waren laut Angaben der Leitstellen umgestürzte Bäume, die die Straßen blockierten. In Kufstein deckte der Sturm das Dach einer Wohnanlage ab, mehrere Pkw wurden schwer beschädigt. Verletzt wurde laut Polizei niemand.

Die Feuerwehren in Tirol und Vorarlberg rückten in der Nacht auf Samstag zu rund 190 Einsätzen aus. Während eines Festes im Stadtpark Kufstein stürzte ein Baum auf eine Verkaufshütte, auch hier kamen nach Polizeiangaben keine Personen zu Schaden. In Tirol waren die Bezirke Imst, Innsbruck und Innsbruck-Land, Schwaz und Kufstein besonders betroffen. Abgeknickte Bäume störten den Verkehr, kurzzeitig etwa auch auf der Inntalautobahn A12. Oberhalb von Obsteig kam es nach einem Blitzschlag zu einem Waldbrand. Die Brandbekämpfung in dem unwegsamen Gelände gestaltete sich sehr schwierig, das Feuer wurde gegen 23 Uhr gelöscht, so die Polizei.

Umgestürzter Baum befreite Zootiere

In Vorarlberg zählte die Leitstelle 20 Einsätze, großteils im Raum Unterland. Zumeist habe es sich um umgestürzte Bäume, Telefonmasten, Werbeplakate oder Bauzäune gehandelt, berichteten die Einsatzkräfte. Einige Autos wurden durch herabfallende Äste demoliert. Im Wildpark in Feldkirch stürzte ein Baum auf den Zaun, was einigen Tieren einen kurzen Ausflug in die Freiheit ermöglichte, bevor sie von den Einsatzkräften eingefangen wurden. Am Bodensee bei Fußach geriet ein Segelboot kurz vor der Einfahrt zum Hafen in Seenot. Das Boot konnte rund einen Kilometer vor dem deutschen Ufer gestoppt werden.

Unwetter über Salzburg

Umgestürzte Bäume, ein brennender Trafo, gerissene Stromleitungen, abgedeckte Dächer und überflutete Keller – auch die Einsatzliste der Salzburger Feuerwehren nach den heftigen Gewittern in der Nacht auf Samstag war lang.

Laut Polizei wurde das Auto einer Frau von umgerissenen Bäumen blockiert. Vor allem der Tennengau war laut Landesfeuerwehrkommando vom heftigen Sturm betroffen. Aber auch im Pinzgau wurden vermehrt Einsätze gezählt. Laut Polizei-Pressestelle gingen dort auch Hagelschauer nieder. Mehrere Keller mussten beispielsweise in Neukirchen am Großvenediger ausgepumpt werden. Auch die Gemeindestraße wurde überschwemmt. "Die Aufräumarbeiten dauern bis jetzt an", so ein Sprecher der Feuerwehr am Samstagvormittag.

116 Einsätze in der Steiermark

Auch in der Steiermark sind schwere Unwetter hinweg gezogen. Die Landesleitzentrale der Feuerwehr zählte 116 Einsätze zwischen 22 und 3.30 Uhr. Während es in der Obersteiermark überwiegend Sturmschäden – umgeknickte und entwurzelte Bäume sowie Schäden an Hausdächern – gab, waren im Süden eher unter Wasser stehende Keller und Straßen das Problem.

Der Großteil der Aufräum- und Pumparbeiten wurde in der Nacht abgeschlossen. Vereinzelt waren die Feuerwehren aber auch am Samstag noch damit beschäftigt. Allein 45 Einsätze wurden im Raum Leoben verbucht. Einige Dächer wurden abgedeckt. Die Einsatzkräfte sicherten sie provisorisch mit Planen. (APA, 18.7.2015)

  • In Kufstein deckte der Sturm das Haus einer Wohnanlage ab.
    foto: apa/zoom tirol

    In Kufstein deckte der Sturm das Haus einer Wohnanlage ab.

  • In Tamsweg in Salzburg schlug der Blitz in einem Heustadl ein.
    foto: apa/ff tamsweg

    In Tamsweg in Salzburg schlug der Blitz in einem Heustadl ein.

  • Der Lausnitzbach in Kärnten trat nach Starkregen über die Ufer.
    foto: apa/ff rennweg

    Der Lausnitzbach in Kärnten trat nach Starkregen über die Ufer.

  • Im Kärntner Ort Tiffen führte der Starkregen zu Überschwemmungen.
    foto: apa/ff tiffen

    Im Kärntner Ort Tiffen führte der Starkregen zu Überschwemmungen.

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