Cameron: Atom-Abkommen bedeutet kein Bündnis mit dem Iran

18. Juli 2015, 08:41
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Britischer Premier sieht Beitrag zu Stabilität in Nahost

London/Teheran – Der britische Premierminister David Cameron hat das Atomabkommen mit dem Iran als Beitrag zur Stabilität in Nahost bezeichnet. Ein Bündnis mit Teheran bedeute es dagegen nicht, sagte Cameron am Freitag dem Fernsehsender Al-Arabiya nach Angaben seines Büros.

Durch die Unterzeichnung des Abkommens zusammen mit den USA, Deutschland, Frankreich, Russland und China werde eine iranische Atombombe verhindert. "Das ist gut für die Region, das ist gut für die regionale Stabilität, aber wir verbünden uns nicht mit dem Iran", sagte Cameron. Zugleich betonte der Premier, Großbritannien werde gegenüber Teheran so "hart sein, wie wir immer waren".

Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland hatten am Dienstag ihre jahrelangen Verhandlungen über ein Atomabkommen mit Teheran abgeschlossen. Die iranische Regierung verpflichtet sich darin zu tief greifenden Einschnitten bei der Urananreicherung und akzeptiert umfassende internationale Kontrollen. Im Gegenzug sollen die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden, nur das Waffenembargo bleibt vorerst bestehen. Bei Verstößen sollen die Strafmaßnahmen allerdings sofort wieder verhängt werden. (APA, 18.7.2015)

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