Wegen Exklusivgames: Spieler rufen zu Boykott von "Oculus Rift"

Bericht17. Juli 2015, 15:27
50 Postings

Erfinder Palmer Luckey bezieht Stellung zu Anschuldigungen auf Reddit

Anfang 2016 wird das von vielen erwartete Virtual-Reality-Headset "Oculus Rift" für den Markt erhältlich sein. Nachdem Oculus VR bekannt gegeben hat, dafür exklusive Spieltitel entwickeln zu wollen, gibt es auf Reddit nun einen Aufruf zum Boykott.

Das Unternehmen würde die Strategie der Konsolenhersteller anwenden, lauten die Anschuldigungen. Gemeint sind damit Exklusivtitel für Xbox oder PS, die den Konsolenmarkt aufspalten würden. "Wenn ihr die Konsolentaktik für PC-Titel nicht unterstützen wollt, dann kauft euch nicht Oculus Rift", so der Aufruf. Stattdessen solle man sich anderen Herstellern wie Valve ("SteamVR") oder HTC ("Vive") zuwenden. Zu dem Aufruf gibt es bisher rund 870 Kommentare.

Offene Plattform

Palmer Luckey, der Erfinder von Oculus Rift, hat zu den Anschuldigungen bereits eine Stellungnahme abgegeben. Demnach sei auch "Oculus Rift" eine offene Plattform und andere Hersteller bräuchten keine Genehmigung um Spiele nach eigenen Wünschen zu entwickeln und zu vertreiben. "Wir versuchen nicht uns auf die eigene Hardware zu beschränken, weshalb wir auch bereits 'Gear VR' von Samsung unterstützen."

Spiele nicht für alle VR-Headsets

Um optimierte Spiele für "Oculus Rift" zu entwickeln, finanziert das Unternehmen rund ein Dutzend VR-Spiele selbst und stellte zudem 10 Millionen US-Dollar für Indie-Entwickler bereit.

"Wir arbeiten mit externen Entwicklern zusammen, um VR-Spiele zu schaffen. Das sind Spiele, die von Beginn an zu 100 Prozent von Oculus finanziert und durch interne Teams entworfen und entwickelt werden. Die Mehrheit dieser Spiele würde nicht einmal existieren, wenn wir sie nicht finanzieren würden. Wir bezahlen also nicht für die Exklusivität bereits vorhandener Spiele."

Da es schon schwierig genug sei qualitativ hochwertige Spielinhalte für eine VR-Hardware zu entwickeln, setze man für den Anfang aber keine Priorität darauf, alle existierenden VR-Headsets zu unterstützen. Der Aufwand dafür wäre einfach zu groß, da man die Spiele den verschiedenen Technologien anpassen müsste. (lmp, 17.7.2015)

Share if you care.