Mäßiger Start für Wiesberger

16. Juli 2015, 22:00
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Par-Runde zum Auftakt – Woods mit miserabler Runde, Johnson voran

St. Andrews – Mit großer Zuversicht war Bernd Wiesberger in die 144. British Open der Golf-Profis gestartet. Nach dem ersten Tag auf dem traditionsreichen Old Course im schottischen St. Andrews regierte beim Burgenländer am Donnerstagabend aber der Frust. Nach zwei Bogeys auf den letzten beiden Löchern schrieb Wiesberger zum Auftakt des dritten Major-Turniers des Jahres nur eine Par-Runde an.

Mit 72 Schlägen reihte sich der Paris-Sieger damit nur auf Rang 67 ein. In Führung ging der US-Open-Zweite Dustin Johnson (USA) mit sieben unter Par. Einen miserablen ersten Tag lieferte Tiger Woods ab, der 39-Jährige spielte eine 76er-Runde und muss somit um den Cut bangen. Der Weltranglisten-Zweite Jordan Spieth, heuer bereits Sieger des Masters und der US Open, kam mit einer 67 ins Clubhaus.

"Dummes Finish heute. Habe okay gespielt, aber hatte einige schlechte Breaks und habe praktisch nichts eingelocht. In Summe ziemlich enttäuschend", schrieb Wiesberger auf Facebook. Er blickte bereits auf Freitag, wo er ab 9.00 Uhr wieder auf dem Grün steht: "Morgen muss es zum Laufen beginnen."

Wiesberger startete bei teils stürmischen Windverhältnissen an der schottischen Nordsee mit Schlaggewinnen auf der 1 und 5 eigentlich nach Maß, auf der Back Nine musste der 29-Jährige aber auch zwei Bogeys anschreiben. Mit zwei anschließenden Birdies arbeitete er sich wieder nach vorne, um am Ende dennoch mit hängendem Kopf dazustehen. Vor allem die Putts fanden ihr Ziel nicht wie erwartet.

Einen noch schlechteren Start erwischte Tiger Woods. Der frühere Branchenprimus könnte als erster Profi nach 2000 und 2005 dreimal im Royal and Ancient Golf Club St. Andrews gewinnen – doch davon ist er weit entfernt. Schon sein Start vor Hunderten von Fans misslang mit zwei Bogeys. Auf der ersten Bahn landete sein zweiter Schlag im Wassergraben. "Das war entmutigend, ich war ein wenig verärgert", gab der 14-fache Major-Sieger danach zu.

Ganz gut lief es dagegen bei Spieth, den viele als Nachfolger von Woods sehen. Dem Texaner gelangen sieben Birdies, auf den zweiten neun Löchern leistete er sich dann zwei Bogeys. Damit strafte er alle Kritiker Lügen, die seinen Turniersieg am Sonntag auf der PGA-Tour hinderlich für die Open einschätzten. Wenn sich der Shootingstar am Sonntag die "Claret Jug" holt, wird er den verletzten Nordiren Rory McIlroy an der Spitze der Weltrangliste ablösen und als erster Spieler seit Ben Hogan 1953 auch das dritte Major in einem Jahr gewinnen. (APA, 16.7.2015)

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