30 Al-Shabaab-Kämpfer bei Drohnenangriff in Somalia getötet

16. Juli 2015, 19:34
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Gesuchte Extremisten sollen unter den Opfern sein

Mogadischu/Nairobi – Bei einem US-Drohnenangriff in Somalia sind nach Angaben der kenianischen Regierung mindestens 30 Kämpfer der radikal-islamischen Shabaab-Miliz getötet worden. "Mehr als 30 wurden getötet, darunter dringend gesuchte Terroristen", sagte der Sprecher des kenianischen Innenministeriums, Mwenda Njoka, am Donnerstag. Darunter seien auch "mehrere Drahtzieher" von Anschlägen in Kenia.

Der Sprecher zog aber seine zunächst gemachten Angaben zurück, wonach auch der Drahtzieher des Massakers in der Universität von Garissa im April unter den Toten sei. Bei dem Angriff auf den Campus waren damals 148 Menschen getötet worden.

Artilleriebeschuss

Das Verteidigungsministerium in Nairobi teilte mit, durch Artilleriebeschuss der Truppen der Afrikanischen Union (AU) seien in Somalia mehr als 50 Shabaab-Kämpfer getötet worden. Darunter hätten sich mehrere Kommandanten befunden, die für Angriffe in Kenia verantwortlich waren.

Offenbar handelte es sich um einen getrennten Angriff, vom Einsatz von Drohnen war keine Rede. Die USA fliegen seit Jahren regelmäßig Drohnenangriffe auf die Islamistenmiliz, bei denen im vergangenen September auch deren Anführer Ahmed Abdi Godane getötet wurde.

Vergeltung

Im Norden Kenias hatte es in den vergangenen Jahren vermehrt Angriffe der Shabaab-Miliz gegeben. Die somalische Islamistengruppe will damit Vergeltung für die Beteiligung der kenianischen Armee an der Militärmission der AU in Somalia üben. Die Miliz kämpft in Somalia seit Jahren gegen die Regierung in Mogadischu, wurde aber zuletzt deutlich zurückgedrängt. (APA, 16.7.2015)

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