Ramadan endet für 1,6 Milliarden Muslime

16. Juli 2015, 17:06
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Fest des Fastenbrechens beginnt

Kairo – Nach einem Monat Fasten geht für Millionen Muslime auf der ganzen Welt der Ramadan zu Ende. In den meisten islamischen Ländern ist Donnerstag der letzte Fastentag. Nach dieser Zeit der Entbehrungen, in der die weltweit etwa 1,6 Milliarden Gläubigen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder essen noch trinken oder rauchen durften, beginnt das dreitägige Fest Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens).

In vielen Ländern wurde der Ramadan und nun auch Eid al-Fitr allerdings von Gewalt überschattet. In Syrien, Libyen, dem Irak und im Jemen herrschen teilweise schon Jahre andauernde Bürgerkriege. Nach Angaben von Aktivisten bestrafte die Terrormiliz IS in Syrien während des Fastenmonats 94 Menschen drakonisch, weil sie tagsüber etwas gegessen hätten. Die Opfer seien dafür an zentralen Straßen und Plätzen an Holzkreuze gebunden und dann in Eisenkäfige gesperrt sowie auch ausgepeitscht worden.

Festnahmen in Ägypten

In Ägypten wurden Berichten zufolge 25 Menschen von der Polizei festgenommen, weil sie in der Öffentlichkeit essen und tranken. Das Innenministerium musste einschreiten und klarstellen, dass es kein Gesetz gebe, das dies verbiete. Die Menschen wurden freigelassen. In vielen Ländern machten den Gläubigen in diesem Jahr auch hohe Temperaturen zu schaffen. Im Irak etwa kletterten die Temperaturen auf mehr als 45 Grad. Viele Geschäftsinhaber stellten öffentliche Duschen auf, damit sich die Menschen abkühlen konnten.

Beim nun folgenden Fest des Fastenbrechens werden Kinder traditionell mit Süßigkeiten beschenkt – daher kommt auch die in der Türkei gebräuchliche Bezeichnung Zuckerfest (Seker Bayrami). Die Türken nutzen die dreitägigen Feiertage vor allem für Verwandtenbesuche oder einen Kurzurlaub. Vor allem Beamte dürfen sich dieses Jahr freuen. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu erklärte vergangene Woche überraschend, Staatsbedienstete hätten schon ab Donnerstag frei. (APA, 16.7.2015)

  • Ein Muslim im indischen Teil Kashmirs führt eine rituelle Waschung vor dem Morgengebet durch.
    foto: ap photo/dar yasin

    Ein Muslim im indischen Teil Kashmirs führt eine rituelle Waschung vor dem Morgengebet durch.

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