Ägyptisches Armeeboot ging bei Kampf gegen Jihadisten in Flammen auf

16. Juli 2015, 15:52
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Gefecht gegen Jihadisten vor Sinai-Halbinsel

Kairo – Bei Kämpfen mit Jihadisten ist laut ägyptischen Quellen im östlichen Mittelmeer vor der Sinai-Halbinsel ein Patrouillenboot des ägyptischen Militärs in Flammen aufgegangen. Die Soldaten hätten die Jihadisten an Land am Donnerstag nahe der zwischen Ägypten und dem palästinensischen Gazastreifen geteilten Stadt Rafah angegriffen, teilte die Armee mit. Bei einem anschließenden Feuergefecht sei das Boot in Brand geraten.

Es sei aber kein Soldat getötet oder verletzt worden. Mehrere Augenzeugen beobachteten den Vorfall vom Gazastreifen aus. Das Armeeboot befand sich etwa drei Kilometer von der Küste entfernt.

foto: reuters/ibraheem abu mustafa
Ein Patrouillenboot der ägyptischen Marine in Flammen

"Wir saßen am Strand, als plötzlich eine Explosion zu hören war", sagte der Augenzeuge Ahmed Nofal. Andere Boote der ägyptischen Marine kamen dem Schiff zu Hilfe und bargen die Besatzung. Über dem brennenden Boot stieg dichter Rauch auf.

IS-Fotos von Angriff auf Fregatte

Anhänger des Islamischen Staates (IS) behaupten indes, sie hätten eine ägyptische Fregatte erfolgreich angegriffen und stellten auf verschiedenen Online-Plattformen Bilder von dem Vorfall ins Netz. Deren Authentizität kann unabhängig jedoch nicht verifiziert werden.

Aufnahmen, die von Jihadisten online veröffentlicht wurden, sollen den Angriff auf die ägyptische Fregatte zeigen.

Die Armee geht seit zwei Jahren im Norden der Sinai-Halbinsel gegen Extremistengruppen vor. In der Region zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer nahm die Gewalt nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär Anfang Juli 2013 deutlich zu. Bei Kämpfen und islamistischen Anschlägen wurden bereits Hunderte ägyptische Soldaten und Polizisten getötet. (red/APA, 16.7.2015)

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