Slowenische Raiffeisen-Tochter ist heiß begehrt

16. Juli 2015, 11:16
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Es gibt laut der Zeitung "Dnevnik" mindestens fünf Bewerber für die zum Verkauf stehende Bank, darunter auch die UniCredit

Ljubljana/Wien – An der zum Verkauf stehenden slowenischen Tochter der Raiffeisen Bank International (RBI) soll es slowenischen Medienberichten zufolge ein reges Interesse geben. Nach Informationen der Tageszeitung "Dnevnik" interessieren sich mindestens fünf Bewerber für die defizitäre Bank. Die RBI habe bestätigt, dass mehrere Interessenten im Spiel stehen, berichtete die Zeitung am Donnerstag.

Neben dem US-Fonds Apollo, dessen Name neulich unter den möglichen Interessenten auftauchte, sollen auch die UniCredit und die ungarische Bank OTP an der slowenischen Raiffeisen-Tochter interessiert sein. Als Interessenten gelten außerdem die slowenische Kleinbank Gorenjska banka sowie die russische Expobank.

Die RBI will sich von Teilen ihres Auslandsgeschäfts trennen, um ihre vergleichsweise dünne Kapitaldecke aufzupolstern. Im Zuge dessen plant die Bank neben ihrer Tochter in Slowenien auch ihr Polen-Geschäft zu verkaufen. Als Möglichkeit für den Ausstieg aus Slowenien gilt auch die Abwicklung der Tochterbank.

In Slowenien hält Raiffeisen einen Marktanteil von 2,6 Prozent. Die Bank mit 14 Filialen und 225 Beschäftigten hat rund 61.600 Kunden und ein Kreditportfolio von 798 Mio. Euro, so die Zeitung. Im Vorjahr hatte die Bank einen Verlust vor Steuern in der Höhe von 21 Mio. Euro verzeichnet, im ersten Quartal 2015 lag das Minus bei 3,75 Mio. Euro. (APA, 16.7.2015)

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