2.700 Bootsflüchtlinge an einem Tag vor Libyen gerettet

16. Juli 2015, 11:18
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Türkische Küstenwache griff 1.300 Flüchtlinge in der Ägäis auf

Rom – Vor Libyen sind am Mittwoch nach Angaben der italienischen Küstenwache etwa 2.700 Bootsflüchtlinge gerettet worden. Unter anderem hätten sich ein Schiff der deutschen Marine und eines der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen an dem Einsatz beteiligt. Die Flüchtlinge seien in 13 Booten unterwegs gewesen.

Die Marine ist seit Mai mit mehreren Schiffen zwischen Süditalien und der nordafrikanischen Küste im Einsatz, um Flüchtlinge aus Seenot zu retten. Seit Anfang des Jahres trafen nach offiziellen Angaben rund 75.000 Migranten an der italienischen Küste ein. Dies waren noch einmal mehr als im Vorjahreszeitraum, als 64.000 Einwanderer kamen.

1.300 Flüchtlinge in der Ägäis aufgegriffen

Die türkische Küstenwache hat in der Ägäis innerhalb von fünf Tagen mehr als 1.300 Flüchtlinge aufgegriffen, die mit Booten ins nahe Griechenland übersetzen wollten. Wie die türkische Presse am Donnerstag berichtete, wurden damit seit Jahresbeginn mehr als 14.000 Flüchtlinge, die meisten von ihnen Syrer, von den türkischen Behörden auf Booten in der Ägäis aufgegriffen.

Heuer haben Schätzungen zufolge bisher etwa 150.000 Flüchtlinge Europa auf dem Seeweg erreicht. Bei der versuchten Überfahrt sind mehr als 1.900 Menschen gestorben, zwei Mal so viele wie im Jahr zuvor. Die meisten Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afrika brechen von Libyen aus auf. (APA, 16.7.2015)

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