Streik bei Zulieferer legt Seat-Produktion lahm

15. Juli 2015, 22:26
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Auch Audi-Fertigung betroffen

Martorell/Wolfsburg/Ingolstadt – Die VW-Tochter Seat muss die Produktion in ihrem Werk in Spanien wegen es eines Streiks bei einem Zulieferer vorübergehend einstellen. Die Beschäftigten des Sitze-Lieferanten Johnson Controls Eurosit seien am Mittwoch in einen Ausstand getreten, teilte Seat mit.

Das Werk in Martorell nahe Barcelona hat eine Kapazität von 2.100 Fahrzeugen am Tag. Dort laufen die Modelle Leon und Ibiza sowie der Geländewagen Q3 von Audi vom Band. Der Streik soll den Angaben zufolge bis Dienstag dauern. Einem Bericht der spanischen Wirtschaftszeitung La Tribuna de Automocion zufolge protestieren die Beschäftigten gegen Einkommenskürzungen, durch die Johnson Controls die Kosten senken will, um sich einen neuen Auftrag von VW zu sichern.

Außerhalb Spaniens produziert Seat Autos in Portugal, Tschechien und der Slowakei. Die VW-Tochter war lange Sorgenkind des Wolfsburger VW-Konzerns, hat dank neuer Modelle zuletzt aber die Wende geschafft. Der Absatz der Marke kletterte zur Jahresmitte um acht Prozent auf 215.000 Fahrzeuge, das beste erste Halbjahr seit 2007. Die Rückkehr in die schwarzen Zahlen im ersten Quartal hatte beim Management zudem Hoffnungen geweckt, dass Seat 2015 erstmals seit langem auch auf Jahresbasis wieder Gewinn schreiben könnte. (APA/Reuters, 15.7.2015)

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