Snowden-Dokumente: Israelische Soldaten töteten syrischen General

15. Juli 2015, 19:57
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Sleiman war im August 2008 in Villa erschossen worden

Washington – Israel steckt laut einem Pressebericht hinter der Ermordung des syrischen Generals Mohammed Sleiman im August 2008. Der Vertraute von Präsident Bashar al-Assad, der für den Kontakt zur libanesischen Hisbollah-Miliz zuständig gewesen sein soll, sei von einem Kommando der israelischen Marine in seiner Villa in der Stadt Tartus erschossen worden, so das Internetmagazin "The Intercept" am Mittwoch.

Es berief sich dabei auf ein Dokument des US-Geheimdiensts NSA, das von dessen früherem Mitarbeiter Edward Snowden öffentlich gemacht worden war.

In dem NSA-Dokument heißt es demnach, das Attentat sei der erste bekannte Angriff Israels gegen "einen Vertreter einer legitimen Regierung". Sleiman war in der Nacht des 1. August 2008 von Scharfschützen in seiner Villa am Meer erschossen worden, während er gerade Gäste empfing. Die Regierung in Damaskus hatte den Tod des Generals erst nach Tagen bestätigt. Er galt als Vertrauter von Präsident Bashar al-Assad und als Kontaktmann zur Hisbollah.

Zudem soll er mit der mutmaßlichen Atomanlage Al-Kibar zu tun gehabt haben, die Israel im September 2007 zerstört hatte. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilte zudem nach seinem Tod mit, er sei ihr Gesprächspartner bei der Untersuchung der angeblichen nuklearen Ambitionen Syriens gewesen. Laut "The Intercept" fing die NSA israelische Kommunikation ab, die die Verantwortung Israels für das Attentat beweist. (APA, 15.7.2015)

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