Handy am Steuer: Künftig nur als Navi oder Freisprecheinrichtung

15. Juli 2015, 18:55
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SPÖ und ÖVP planen laut "Kurier" eine KFG-Novelle

Änderung beim Handy am Steuer: Mit einer Novelle des Kraftfahrgesetzes (KFG), die von den Regierungsparteien SPÖ und ÖVP nächste Woche in Begutachtung geschickt wird, sollen künftig nur noch das Telefonieren per Freisprecheinrichtung und das Verwenden des Handys als Navigationsgerät erlaubt sein. Das berichtete der "Kurier" (Donnerstagausgabe).

Nur mit Halterung

Das Handy als Navi soll zudem nur dann erlaubt sein, wenn eine Halterung an der Windschutzscheibe existiert. Laut dem Bericht wurde im Verkehrsministerium eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich seit Mai mit dem Thema Ablenkung im Straßenverkehr auseinandersetzt. Diese soll bis 2016 Vorschläge zu weiteren gesetzlichen Veränderungen erarbeiten, schrieb der "Kurier".

Gesetz regelte Facebook und Co nicht

Zwar ist das Telefonieren mit dem Handy während des Autofahrens per se schon länger verboten, allerdings ließ das Gesetz Ausnahmen für Facebook, E-Mail-Checken und anderes Nichttelefonieren zu. Das liegt daran, dass es zur Entstehungszeit der Regelung noch keine Smartphones gab. Diese Lücke soll nun geschlossen werden. Momentan werden noch immer rund 700.000 Telefonate täglich beim Autofahren geführt, schätzt das Kuratorium für Verkehrssicherheit. (fsc/APA, 15.7.2015)

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Kurier

  • E-Mails-Checken während der Fahrt: künftig verboten.
    foto: apa/fohringer

    E-Mails-Checken während der Fahrt: künftig verboten.

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